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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 10:51 Uhr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 13.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Bitte überdenken



Zur Schließung der Tagespflege im Seniorenzentrum Olendeel

Als langjährige Leiterin der Tagespflege im Olendeel bin ich erschüttert, dass die Tagespflege geschlossen werden soll. Ich habe gerne in dieser tollen Einrichtung mit den Tagesgästen und den Kollegen gearbeitet. Es war immer eine große Freude bei uns, wenn die Gäste kamen. Die Tagesgäste konnten neben den regelmäßigen Angeboten der Tagespflege auch an vielen Aktivitäten des Olendeel teilnehmen. Einige dieser Gäste wurden später stationär aufgenommen. Es wäre traurig, wenn eine solche Einrichtung in Itzehoe nicht mehr vorhanden wäre.

Es ist doch der verständliche Wunsch, so lange wie möglich im Alter zu Hause zu bleiben. Da viele unserer Gäste allein zu Hause leben, sind sie dankbar für die Möglichkeit zu Gesprächen in vertrauter Umgebung und der Einnahme gemeinsamer Mahlzeiten.

Ich hoffe, dass die Verantwortlichen die Schließung der Tagespflege noch einmal überdenken.

In dem Artikel heißt es, die Tagespflegeeinrichtung mit ihren zwölf Plätzen sei, auch bei voller Auslastung, für einen wirtschaftlichen Betrieb zu klein gewesen. Fragt man sich als Leser, warum denn erst auf diesem Geschäftsfeld, fernab von Mitbewerbern, agiert wurde? Normalerweise steht vor Inbetriebnahme eine betriebswirtschaftliche Untersuchung. „Schuster, bleib’ bei deinen Leisten“. Die Anmerkung, die Tagespflege sei immer Stiefkind gewesen, bestätigt, dass hier wohl vorschnell ein „Versuchsballon“ gestartet worden ist, um ein Segment mal auszutesten. Dabei wären die Chancen bei der lokalen konkurrenzlosen Situation gut gewesen.

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