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Aufatmen in Niebüll Jetzt kommt der Regionalschul-Umbau

Von dew | 04.09.2010, 03:59 Uhr

Eine vermeintliche "never ending story", so Schulausschussvorsitzende Gesche Zimmermann, findet nun doch ihr gutes Ende.

Schul- und Finanzausschuss empfahlen der Stadtvertretung in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig den notwendigen Erweiterungs- und Umbau der Regionalschule auf den Weg zu bringen. Die Kosten für eines der bisher größten Bauvorhaben der Stadt werden sich auf 6,8 Millionen Euro belaufen.

Nach Beendigung der Bauarbeiten wird die Regionalschule mit ihren heute 755 Schülern 30 Klassenräume, eine angemessene Zahl von Gruppenräumen, umgestaltete Fachräume und eine Mensa haben. Diese wurde erforderlich, weil die Schule als Offene Ganztagsschule (OGS) anerkannt worden ist.

Die Finanzierung des Vorhabens ist auf die Haushaltsjahre 2010 bis 2013 verteilt. In diesem Jahr stehen neben einer zu erwartenden Landeszuweisung von 200 000 Euro 1,3 Millionen Euro zur Verfügung, im nächsten Jahr 2,3 Millionen und danach 1,4 und 1,6 Millionen Euro, finanziert aus Haushalt, Rücklagen und Krediten, erklärte Finanzausschuss-Vorsitzende Bettina Fritzsche. Erste Auswirkungen des bevorstehenden Umbaus werden im Nachtrag des städtischen Haushalts deutlich, in dem vor der Verabschiedung eine Reihe von Korrekturen vorgenommen wurde. Auch wurden geplante Straßenbau-Maßnahmen zugunsten des Schulbaus zurückgestellt oder reduziert (Hoyerstraße und Kreuzung Morgenstern). Schmerzhaft müssen ein nicht sicherer Zuschuss aus der Feuerschutzsteuer und eine Rückzahlung an das Land (zusammen 340 000 Euro) gegengerechnet werden. Uneins ist die Stadt noch mit dem Kreis, von dem sie sich eine Vergütung für die Flächennutzung auf dem Schulgelände erhofft. Andererseits kommt der Stadt die Entwicklung der Gewerbesteuer entgegen, die Anfang des Jahres auf 3,3 Millionen Euro geschätzt, im Mai auf 2,5 Millionen reduziert wurde und neuerdings auf 4,5 Millionen Euro ansteigt. Diese Entwicklung lasse erwarten, dass der Schulbau zu einer tragbaren Last wird, hieß es.

Stadtvertreter Mogens Lesch bat um Verständnis für die Verzögerung der Beschlüsse. Es sei immer das Ziel gewesen, diese Schule in einem guten Zustand zu erweitern. Das geschehe nun einvernehmlich. Mit dem Hinweis, es habe beim Beginn der Planung wegen der Konjunkturprogramme Goldgräberstimmung geherrscht, versuchte er zuvor geäußerte Kritik zu mildern. "Wir sollten das Eisen schmieden, bevor es erkaltet", riet Karl-Heinz Schmidt (SPD) zur schnellen Entscheidung. Diese fiel dann einstimmig - was die in der Sitzung anwesenden Lehrer um Rektor Hans-Ferdinand Sönnichsen in höchstem Maße zufrieden stimmte.