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Klixbüll Gedenktafel feierlich enthüllt

Von ji | 14.07.2009, 04:59 Uhr

Am frühen Abend des 140.

Geburtstages des in Klixbüll geborenen Philosophen Dr. Broder Christiansen versammelten sich eine Reihe von Dorfbewohnern und auswärtigen Gästen vor dem Geburtshaus des vielseitigen Wissenschaftlers. Das Anwesen befindet sich gegenüber dem Gerätehaus der Feuerwehr Klixbüll. Grund ihres Besuches war, zu Ehren des vielseitigen Wissenschaftlers, dem Experten attestieren, ein Universalgelehrter gewesen zu sein, eine Gedenktafel zu enthüllen. Die handgefertigte, von Herbert Sonnenberg gestiftete und bereits an der Außenwand befestigte Tafel war zunächst noch hinter einem weißen Tuch verborgen. Den Festakt hatte Alt- und Ehrenbürgermeister Andreas Thomsen initiiert, der CDU-Ortsverband Klixbüll trug das Finanzielle, die Schirmherrschaft übernahm die Gemeinde.

Thomsen war nach eigenem Bekunden im Jahr 2000 anlässlich der Feier des 75-jährigen Bestehens der Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll auf den als "berühmtesten Sohn des Dorfes Klixbüll" bezeichneten Philosophen aufmerksam geworden. Seitdem hatte er sich bemüht, das Andenken an diesen Wissenschaftler lebendig zu halten. Zu den Gästen der Feier zählten Oberstudienrat Albert Panten, Pastor Jens-Uwe Albrecht und die Leiterin der Grundschule, Edeltraud Dahmani. Grüße richtete er aus von den Professoren Dr. Horst-Jürgen Gerigk (Heidelberg) und Dr. Gerd Nienäcker (Berlin), die sich beide intensiv mit dem Lebenswerk Christiansens befasst haben. Thomsen ging in seiner Gedenkrede ausführlich auf den Werdegang und die Leistungen des Wissenschaftlers ein, dem die Gemeinde bereits einen Stein gesetzt und im Baugebiet eine Straße nach ihm benannt hat. Er würdigte die Denkansätze Christiansens, die nach denen des Namenspatrons des Niebüller Gymnasiums, Friedrich Paulsen, ausgerichtet gewesen seien.

Am Ende der Rede zog Herbert Sonnenberg unter dem Beifall des Publikums das Tuch von der Gedenktafel ab, die nun folgende Inschrift erkennen ließ: "Geburtshaus des deutschen Philosophen Dr. phil. Broder Christiansen - geboren am 9. Juli 1869 in Klixbüll, gestorben am 6. Juni1958 in Gauting - Erkenntnistheoretiker, Kulturphilosoph, Literaturwissenschaftler, Kunsthistoriker, Sprachkünstler, Graphologe - Hauptwerk: ,Philosophie der Kunst (1909)".

Andreas Thomsen übergab die Tafel symbolisch der Gemeinde Klixbüll, deren stellvertretender Bürgermeister, Thomas Thomsen, sie erfreut entgegennahm. Sein besonderer Dank galt seinem Vater Andreas sowie dem allen kulturellen Belangen seiner Heimatgemeinde aufgeschlossenen Wilfried Petersen für deren erfolgreiche Versuche, "die Kenntnisse vom Schaffen und Vermächtnis des Broder Christiansen aufzufrischen und uns nahe zu bringen". Abschließend versprach er, die Gemeinde werde die Tafel in Ehren halten.

Die Teilnehmer des Festaktes folgten der Einladung von Dierk Petersen und Erik Föns, die von ihnen im Geburtshaus des Broder Christiansen betriebene Einrichtung der vollstationären Jugendhilfe ("Jugendwohngruppe Friesenhof") zu besichtigen.