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Nordfriesland Energie aus Nordfriesland für den Süden

Von sis | 28.06.2012, 03:59 Uhr

Aus nordfriesischer Sicht war entscheidend, dass die Westküsten-Trasse im Entwurf für einen Netzentwicklungsplan auftaucht.

Und da die 380-Kilovolt-Leitung, die von Brunsbüttel bis Niebüll gebaut werden soll, in dem erstmals durch die Bundesregierung von den Netzbetreibern geforderten Papier aufgeführt ist, haben Nordfrieslands Kreistagsabgeordnete in ihrer jüngsten Sitzung in Husum keine Probleme gehabt, diesen Entwurf einstimmig zu befürworten.

Die Höchstspannungsleitung soll insbesondere den an der Westküste an Land erzeugten Wind-Strom aufnehmen und von dort über ein Hochspannungs-Gleichstromnetz Richtung Süden in die Verbraucher-Hochburgen leiten. Nur Maßnahmen, die im Netzentwicklungsplan aufgeführt sind, werden später in einem Bundesbedarfsplan berücksichtigt und gelten damit als "energiewirtschaftlich notwendig".

Außerdem soll die Trasse aus technischen Gründen von Niebüll bis nach Dänemark verlängert werden, damit das Netz stabiler ist. Da durch diese grenzüberschreitende Planung ein Wechsel der Zuständigkeit von der Landesbehörde auf die Bundesnetzagentur erfolgen könnte, warnt der Kreistag in einer Stellungnahme vor Verzögerungen. Und: Die vorgesehenen Abschnitte Barlt-Heide, Brunsbüttel-Barlt, Heide-Husum, Husum-Niebüll, Niebüll-Dänische Grenze sollten beibehalten werden.