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Feuerwehr Eine echte Herausforderung

Von Vanessa Müller | 25.02.2013, 09:27 Uhr

25 Atemschutzträger aus Bramstedtlund, Ladelund, Westre und Karlum übten in leer stehenden Gebäuden und Kellern der Bundeswehr.

Eine Atemschutzübung der besonderen Art absolvierten am vergangenen Wochenende Kameraden der Feuerwehren aus Bramstedtlund, Ladelund, Westre und Karlum. Mit insgesamt 25 Mann trafen sich die Atemschutztruppen der vier Wehren im Bundeswehr-Materialdepot in Ladelund. Einige leerstehende Gebäude und große Kellergewölbe boten den idealen Übungsort, berichtete Martin Hansen, Ortswehrführer aus Westre und Initiator der Übung. "Bei der Begehung der Räumlichkeiten habe ich mich bereits im Hellen verlaufen." Ohne Beleuchtung und mit simuliertem Rauch aus Nebelgeräten war es eine echte Herausforderung für die Atemschutzträger der Wehren.

Am Vormittag stand zunächst der theoretische Teil auf dem Plan: die taktische Vorgehensweise bei einer Personensuche, der Umgang mit Wärmebildkameras sowie die Überwachung der Atemschutzträger. Am Nachmittag ging es mit dem Innenangriff weiter. Dazu wurden verschiedene Räume im Gebäude vorbereitet: Die Fenster waren abgedunkelt und Nebelmaschinen produzierten Rauch. Im Keller konnten die Wärmebildkameras ideal zum Einsatz kommen, und auch die Angriffstechniken für Löschangriffe wurden real geprobt.

"Es ist oft nicht möglich, mit Wasser zu üben", berichtet Ortswehrführer Hansen. In den leer stehenden Gebäuden der Bundeswehr war dies jedoch kein Problem.

Ziel der Übung sei es vor allem gewesen, die vier Wehren auf einen gleichen Stand zu bringen, da alle ihre eigenen Praktiken haben, so Hansen weiter. Auch die Ausbildung der Atemschutzträger habe sich in den letzten Jahren verändert, erklärte Björn Oechsle von der Feuerwehr Bramstedtlund. Während die Ausbildung früher über zwei Abende ging, sind es mittlerweile fünf Abende.

Bei einem Großeinsatz mehrerer Wehren können unterschiedliche Abläufe ernsthafte Probleme verursachen. Während der Übung bekam jeder einen neuen Partner zugeteilt, so dass später eine effizientere Zusammenarbeit möglich werden soll. Da die Feuerwehren immer mehr mit Einsätzen im Inneren der Gebäude zu tun haben, werden die Atemschutzträger künftig noch an Bedeutung gewinnen.