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Handball-Landesliga Frauen SG Wift Neumünster sieht das Erreichen der Meisterrunde in großer Gefahr

Von Jörg Lühn | 29.11.2021, 16:59 Uhr

Bei der SG Kollmar/Neuendorf gibt es eine nicht einkalkulierte 21:24-Niederlage.

Das war eine überraschende Niederlage: Die Frauen der SG Wift zogen bei der SG Kollmar/Neuendorf in der Handball-Landesliga (Gruppe B) mit 21:24 (15:12) den Kürzeren. Einmal mehr durften die Neumünsteranerinnen feststellen, dass ein Spiel aus zwei Halbzeiten besteht und meistens in Durchgang zwei entschieden wird.

Wift ist weiterhin Dritter

Wift-Trainer Helge Rahn, der mit seinem Team gerne Richtung Gipfel gefahren wäre, sieht die Teilnahme an der Meisterrunde in großer Gefahr, obwohl sein Team nach der Hälfte der zu absolvierenden Gruppenspiele immer noch auf Rang 3 zu finden ist: „Wir werden uns wohl damit abfinden müssen, in der Abstiegsrunde zu spielen.“

Wift lädt Kollmar/Neuendorf ein

Folgerichtig herrschte eine gewisse Sprachlosigkeit nach dem Abpfiff. Während die SG Kollmar/Neuendorf aus dem Jubeln gar nicht mehr herauskam, nahm Rahn sofort eine sachliche Analyse vor. In der Sporthalle Kollmar sprang die Kette immer wieder von den Zahnrädern. Die Ballverluste von Wift und daraus resultierende Gegenstöße nutzten die Gastgeberinnen eiskalt aus. Dennoch lagen die Neumünsteranerinnen zur Pause mit 15:12 vorn. Anstelle eines Drei-Tore-Rückstands hätte sich Kollmar laut Rahn auch über ein 8:15 nach den ersten 30 Minuten nicht beschweren dürfen. Nicht eingerechnet sind drei von Wift ungenutzte Überzahlmöglichkeiten im ersten Abschnitt.

Nach dem Wiederbeginn wuchs mit jedem Fehlangriff und jedem Gegentreffer die Nervosität. Beim 18:18 (48.) hatte die SG Kollmar/Neuendorf ausgeglichen und mobilisierte nun alle Tretkräfte, um aus dem Windschatten vorbeizuziehen. Dies gelang schließlich auch.

Stark nur in der ersten Halbzeit

Gästetrainer Rahn hatte auf Grund der Ausfälle von Sabine Rohwer und Sophie Bente mit Antje Gau, Ronja Stüben und Linda Andres drei Spielerinnen aus der Reserve in sein Peloton hochgezogen, um mit 14 Spielerinnen antreten zu können.

Am bisherigen Saisonverlauf fällt auf, dass die Blau-Weißen von ihren sechs Spielen fünf Mal nur die erste Halbzeit „gewannen“.

SG Wift: Voßbeck – Hein, Anders (3 Tore), Beckmann (5), Reinert-Rahn, Albers, Haberland (5), Wehde, Potratz (5 Siebenmeter), Ehmke, Lütt, Gau, Andres (3), Stüben. Zuschauer: 70. – Nächster Gegner: HSG Jörl-Viöl (H/Sonnabend, 4. Dezember, 16.45 Uhr).