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Launiger Vortrag „Pep Guardiola hat ja noch sensiblere Rennpferde“

Von Thorsten Geil | 08.10.2015, 12:00 Uhr

Erfolgstrainer Dieter Hecking vom VfL Wolfsburg gab amüsante und kritische Einblicke in die Fußball-Bundesliga.

Man musste kein Fußballfan oder gar einer des VfL Wolfsburg sein, um hier einen äußerst kurzweiligen Abend zu erleben: Deutschlands amtierender „Fußballtrainer des Jahres“ Dieter Hecking war am Dienstag zu Gast beim Lions-Club Neumünster-Holsten und plauderte im Blechnapf vor 50 Gästen zwei Stunden lang locker vom Stehtisch. Dabei gab er amüsante und auch unerwartete Einblicke in die Welt der Fußball-Bundesliga.

Möglich gemacht hatte das Lions-Präsident Andrew Pfennig, der mit Hecking in einer Prominenten-Auswahl gespielt hat. Pfennig ist selbst ehemaliger Fußballprofi (Holstein Kiel, FC St. Pauli) und heute als Physiotherapeut in Neumünster tätig. „Ein Jahr lang habe ich ihn bequatscht, er soll mal nach Neumünster kommen. Und jetzt, in der Länderspielpause der Bundesliga, hat es endlich geklappt“, sagte Pfennig.

Hecking (51) wuchs in Castrop-Rauxel und Soest auf. Er war drei Jahre Polizist, bevor er 1983 seinen ersten Profivertrag bei Borussia Mönchengladbach unterschrieb und danach in mehreren Clubs spielte. Anschließend machte er eine kaufmännische Ausbildung, sämtliche Trainerscheine und studierte Sportmanagement. Er lebt mit seiner Frau und den fünf Kindern in Bad Nenndorf bei Hannover.

Beim VfL Wolfsburg ist Hecking seit 2013 tätig. Er führte die Mannschaft zur Deutschen Vizemeisterschaft und zum Gewinn des DFB-Pokals, aber in der neuen Saison läuft es noch nicht so rund. „Jetzt reden gleich wieder alle von der Riesenkrise, aber das gehört zum Geschäft“, sagte Hecking. Einer der Gründe ist wohl, dass Hecking erst Ende August seinen besten Spieler Kevin de Bruyne verloren hat, der für die Rekordsumme von 74 Millionen Euro zu Manchester City gewechselt war. Hecking: „Wir konnten ihn nicht halten. Ich habe sein Angebot gesehen und zu ihm gesagt: ,Junge, das musst du machen.‘“

Kritik übte er an den Mechanismen. Das größte Problem seien die „durch ihre Berater ferngesteuerten Spieler“ und die Summen, mit denen englische Clubs auf Spielerjagd gingen. Hecking: „Das sind doch alles unrealistische Verträge heute. Die verdienen alle viel zu viel. Wer nach zehn Jahren Profi nicht ausgesorgt hat, hat alles falsch gemacht.“

Weitere Zitate aus Heckings Vortrag:

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