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Boostedt Kita-Beiträge steigen leicht an

Von Sabine Voiges | 05.07.2014, 09:15 Uhr

Eine neue Waldgruppe wird vorsorglich vorbereitet.

Ab August müssen die Eltern, deren Kinder in der Boostedter Kindertagesstätte (Kita) betreut werden, höhere Beiträge zahlen. Doch die noch im November vom Träger, der Kirchengemeinde Boostedt, als notwendig errechnete Erhöhung von 150 auf 160,50 Euro (für die Kernzeit von fünf Stunden) konnte abgewendet werden. Die Steigerung des Elternbeitrags beläuft sich jetzt auf 3,75 Euro pro Monat für die Vormittagsbetreuung von 8 bis 13 Uhr.

Über die neue Gebührenordnung geeinigt hatte man sich in einem Arbeitskreis, dem sowohl Vertreter des Trägers, der Kommune und der Eltern als auch Mitglieder der politischen Fraktionen und des Sozialausschusses angehörten. Bestand haben soll die Gebührenordnung nun bis Ende 2015. „Unser Ziel war es, eine moderate Erhöhung zu erreichen, die sowohl den gestiegenen Kosten als auch der Zumutbarkeit den Eltern gegenüber gerecht wird. Allerdings werden wir die Kostenentwicklung zukünftig kurzfristiger beobachten, um die Beiträge dann gegebenenfalls zeitnah anzupassen“, erklärte dazu Arne Schade (CDU), der dem Gremium angehörte.

„Wir haben uns darauf geeinigt, alle Leistungen, die keine unmittelbaren Kosten verursachen, rauszurechnen. Dies gilt beispielsweise für das Mittagessen, das mit rund 46 000 Euro im Jahr zu Buche schlägt oder auch für die Integrationsgruppe, die vom Kreis getragen wird. So konnte der Berechnungssatz für die Elternbeiträge deutlich gesenkt werden“, erläuterte der Kita-Beauftragte der Kirchengemeinde, Dietmar Borsch, zum Prozedere.

Die Gemeinde verzichtet bei einer jetzigen Deckung der Kita-Kosten von rund 1,2 Millionen jährlich auf einen Prozentpunkt der zwischen Gemeinde und Träger vertraglich vereinbarten 35 Prozent Elternbeteiligung. Ein solches Zugeständnis war im vergangenen Jahr im zuständigen Ausschuss Jugend, Sport, Senioren und Soziales noch per Empfehlungsbeschluss abgelehnt worden.

Zustimmung gab es aus dem Arbeitskreis ebenfalls für die Einrichtung einer Waldgruppe mit 15 bis 18 Plätzen. Ein geeignetes Waldstück steht dafür bereits zur Verfügung. An der entsprechenden Konzeption wird nun in der Kita-Leitung vorsorglich gearbeitet. Denn, wie Dietmar Borsch betonte, eingerichtet werde diese nur dann, wenn die jetzt vorhandenen höchstens 155 Plätze nicht ausreichen und der Überhang so groß ist, dass sich die Gruppe auch finanziell trage.