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Theater Die Möhbrooker Speeldeel ist wieder da

Von Günter Böge | 26.02.2013, 07:59 Uhr

Am Sonnabend ist Premiere für das Lustspiel "Veer Handen för een Jidder".

Vor einem guten Vierteljahr stand die Möhbrooker Speeldeel vor dem Aus. Doch das Blatt konnte gewendet werden. Es wird wieder fleißig geprobt, und am Sonnabend steht die Premiere von "Veer Handen för een Jidder" auf dem Programm.

"Sollte sich kein Nachwuchs finden, muss die Speeldeel nach 48 Jahren leider aufgelöst werden", sagte Theaterchef Werner Petersen aus Bordesholm noch im Oktober vorigen Jahres. Damals stand der 57-jährige Kaufmann aus Bordesholm nur noch mit den beiden Laienschauspielerinnen Helma Pooch (Bordesholm) und Dagmar Mohr (Schillsdorf) allein auf der Bühne im Mühbrooker Hotel Seeblick. Nach einer Krisensitzung sprachen sich 21 Unterstützer für einen Fortbestand der Bühne aus.

Davon stehen acht Personen auf der Bühne, während sich hinter den Kulissen 13 Mitglieder auf die neue Spielsaison vorbereiten. Seit Januar wird das Lustspiel in drei Akten "Veer Handen för een Jidder" von Helmut Schmidt und Christoph Bredau einstudiert. Die Premiere steht am Sonnabend, 2. März, ab 20 Uhr im Mühbrooker Hotel Seeblick auf dem Programm.

"Hinter uns liegt ein hartes Stück Arbeit. Doch mit Unterstützung des Publikums hoffen wir auf einen guten Neuanfang", sagte Werner Petersen. Noch feilen die Bühnenarbeiter Rolf Schlüter, Stefan Kalies, Jürgen Reese, Heiner Mohr, Claus Langbehn, Thies Alrichs und Sabine Nitsch am Bühnenaufbau, der Deko und Technik, während Hermann Stange, Helma Pooch, Björn Hoppe, Friedhelm Klinke, Roswitha Rudolf-Schwarz, Gunnar Reimer, Silke Kalies und Anna Bebeniß vom Lampenfieber gepackt ihre Texte pauken. Dabei entgeht der Toseggersch Karin Langbehn kein Versprecher.

In dem Theaterstück versucht die Bauersfrau Marga Hinrichs (gespielt von Helma Pooch) alles, für ihren 36-jährigen Sohn Focko (Hermann Stange) endlich die passende Frau zu finden. Sie schreibt sogar ans Fernsehen. Mit Erfolg, denn plötzlich steht die durchgeknallte Moderatorin Vera Westermann (Roswitha Rudolf-Schwarz) mit einem hübschen Kameramann (Gunnar Reimer) von der Sendung "Vier Hände für ein Euter" in der Wohnstube. Zur Auswahl stehen zwei Kandidatinnen, und auf dem Bauernhof läuft nichts mehr rund. Eine ganze Woche herrscht Chaos. Obwohl beide Frauen mit ihren Reizen nicht geizen und im gegenseitigen Wettbewerb alles versuchen, um Focko für sich zu gewinnen, zeigt der Sohn des Hauses den beiden Schönheiten die kalte Schulter. Dann kommt der Kameramann ins Spiel.

Zwei Vorstellungen im März sind bereits ausverkauft. Restkarten gibt es noch für Mittwoch, 6. März, Sonnabend, 9. März, Mittwoch, 13. März, Freitag, 22. März, Sonnabend, 23. März, und für die letzte Aufführung am Sonntag, 24. März. An allen Tagen hebt sich der Bühnenvorhang um 19.30 Uhr im Hotel Seeblick. Kartenbestellungen (acht Euro) nimmt Evi Neumann, Tel. 0 43 22/93 65, entgegen.