Ein Artikel der Redaktion

Bordesholm Der Bau am Bahnhof hat begonnen

Von Günter Böge | 14.04.2012, 03:59 Uhr

Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Brüggen entstehen Einzelhandelsunternehmen mit Fachmarktbereichen und einer Geschäftsmeile

Am Bordesholmer Bahnhof sind die Baumaschinen angerückt: Ab sofort wird dort der Bebauungsplan "Brüggen-Areal" umgesetzt. Es soll ein modernes Versorgungszentrum auf einer Fläche von rund zwei Hektar in der Ortsmitte entstehen. Investoren aus Wilster (Kreis Steinburg) lassen in zentraler Lage ein großflächiges Einzelhandelsunternehmen mit Fachmarktbereichen und einer Geschäftsmeile entstehen - ein millionenschweres Projekt. Zur genauen Höhe der Kosten wollen sich die Investoren nicht äußern.

Sicher ist: Die Firmengebäude der ehemaligen Landhandelsfirma Brüggen aus dem Jahr 1912 werden bald Geschichte sein. Das alte Verwaltungshaus, ein zweigeschossiger Backsteinbau, für den es keine sinnvolle Nachnutzung gab, wurde bereits dem Erdboden gleichgemacht. Eine Erhaltung wäre nach Ansicht der Planer nur bei einer gesicherten Nachfrage, zum Beispiel durch Dienstleister, möglich gewesen. Die lagen aber nicht vor. Das lag sicher auch daran, dass das Gebäude nur mit einem erheblichen finanziellen Aufwand zu retten gewesen wäre. So bleibt auf dem Areal lediglich ein alter Siloturm stehen, der an die alten Zeiten erinnern wird und auf dem Richtfunkantennen installiert sind.

Der erste Bauabschnitt beinhaltet noch in diesem Jahr die Eröffnung eines Edeka-Marktes mit einer Verkaufsfläche von rund 2300 Quadratmetern. In der Erweiterung schließen sich eine 560 Quadratmeter große Kik-Filiale sowie ein Schuhgeschäft (350 Quadratmeter) an. Der zweite Schritt umfasst den Bau von zwei Fachmärkten mit einer Gesamtgröße von rund 900 Quadratmetern.

Ausschlaggebend für die Neuplanungen war die Entscheidung der letzten Nutzerfirma (Landhandel Trede und Pein), den Standort in die Nachbargemeinde Reesdorf zu verlagern. Daraufhin nutzten die Ortspolitiker die Möglichkeit, eine sich abzeichnende Brachfläche in unmittelbarer Zentrumsnähe über die Aufstellung eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplanes städtebaulich zu entwickeln.