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Ruthenberg Bus sorgt für Ärger

Von Christian Lipovsek | 13.03.2014, 17:00 Uhr

Ein Anwohner der Käthe-Kollwitz-Straße sieht durch die enge Straße Gefahr für Passanten. Der Stadtteilbeirat will andere Linienführung prüfen lassen

Was Carsten Hansen (62) immer wieder erlebt, ist brisant: „Autofahrer weichen auf den Bürgersteig oder den Radweg aus. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Kind überfahren wird. Die Lage wird immer schlimmer“, sagt der Anwohner der Käthe-Kollwitz-Straße in Ruthenberg. Dabei spielt der ehemalige Dekra-Ausbilder auf den Bus der Linie 14 an, der werktags zwischen 5.30 und 20.45 Uhr im Viertelstundentakt sein Haus passiert. „Wenn sich ein Bus und große Autos oder Lieferfahrzeuge treffen oder Autos am Straßenrand parken, ist es viel zu eng. Dann gibt es hier auch schon mal Chaos und Gehupe“, sagt Hansen und fordert eine Änderung der Linienführung.

Mit Vorsteher Uwe Holtz, Hans-Jürgen Gorba und Holger Hammerich machten sich jetzt Mitglieder des Stadtteilbeirats ein Bild von der Lage vor Ort. „Der Zustand ist nicht optimal“, konstatierte auch Holtz. Seniorenbeiratsmitglied Holger Hammerich erklärte: „Busse müssen fahren – besonders, um die älteren Bürger in die Stadt und wieder zurück zu bringen. Aber vielleicht nicht so oft.“ Genau an dem Punkt wollen die Beiratsmitglieder jetzt ansetzen und von der Stadt prüfen lassen, ob die Linie 14 nicht über den Haart zurück in die Stadt fahren kann. Bisher endet die Linie an der Pechsteinstraße; dort kehren die Busse um und fahren auf dem selben Weg zurück, wie sie gekommen sind. Dadurch ist die Frequenz in der Käthe-Kollwitz-Straße besonders hoch.

Verkehrsplaner Michael Köwer von der Stadt kann sich grundsätzlich eine Linienänderung vorstellen. Allerdings gehe das nicht von heute auf morgen. Ohnehin werde gerade der regionale Nahverkehrsplan überarbeitet. „Wir schauen, ob die Busse tatsächlich wie bisher alle 20, 30 oder 40 Minuten fahren müssen oder ob man tages- und auslastungsabhängig auf individuelle Fahrpläne umsteigt“, sagt er. Allerdings werde die Prüfung noch rund eineinhalb Jahre dauern.

Bei den Stadtwerken, die das Busnetz betreiben, sind keine Probleme bekannt. „Wir haben in den vergangenen vier Jahren keinerlei Beschwerden zur Linienführung nach Ruthenberg gehabt, weder von Seiten der Busfahrer noch von Kunden“, sagt Sprecher Nikolaus Schmidt. Der Stadtteilbeirat beschäftigt sich am Mittwoch auf seiner Sitzung in der GS Brachenfeld mit dem Thema. Die beginnt um 19.30 Uhr in Raum 111.