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Ratsversammlung Brausebude: Parteien ziehen Abrisspläne zurück

Von Jens Bluhm | 10.12.2014, 16:30 Uhr

Der Rückzug im Rat kam jetzt ohne weitere Debatte.

Die Zukunft für die Brausebude und den Imbiss-Pavillon am Teichufer sieht wieder etwas rosiger aus: In der Ratsversammlung zog Axel Westphal (SPD) jetzt den umstrittenen Vorschlag zurück, zur künftigen Innenstadtgestaltung auch den Abriss des Imbiss’ und den Umzug der Brausebude ins Auge zu fassen.

Ein entsprechender Vorstoß war in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses unterbreitet worden. Die Idee: Künftige Besucher der Holsten-Galerie sollten bereits am Eingang des Centers einen möglichst freien und einladenden Blick über Teich und Großflecken haben. Der Änderungsantrag zum Innenstadtkonzept der CDU war neben der SPD auch von Thomas Michaelis (CDU) und Thomas Krampfer (Grüne) unterstützt worden.

Die Berichterstattung im Courier darüber hatte in der Öffentlichkeit jedoch einen Sturm der Entrüstung ausgelöst – unter anderem auch deshalb, weil der Pavillon am Teich gerade auf Kosten der Stadt renoviert wird.

Der Rückzug im Rat kam jetzt ohne weitere Debatte. Weder CDU noch SPD oder Grüne gingen näher auf das Thema ein. Sowohl die CDU als auch Thomas Krampfer von den Grünen unterstrichen aber die Bedeutung von Teichufer und Kieler Brücke bei den Bemühungen, Innenstadt und Holsten-Galerie stadtplanerisch besser miteinander zu verknüpfen.

„Wer A sagt, muss auch B sagen“, warb Helga Bühse (CDU) für eine grundlegende Überplanung des Großfleckens samt umliegender Einkaufspassagen. Nach dem Ja zur Holsten-Galerie gelte es jetzt, dem Großflecken als „guter Stube“ der Stadt zu einem neuen Gesicht und neuer Identität zu verhelfen. Ziel sei es dabei, in der Innenstadt eine möglichst gemischte Angebotsstruktur aus Handel, Hotellerie, Gastronomie und Events zu schaffen, um die Aufenthaltsqualität anzuheben.

Die Ratsversammlung brachte dazu ein umfangreiches Paket mit Einzelvorschlägen zur Gestaltung und Überplanung der Innenstadt auf den Weg, die in den vergangenen Monaten auf Bürgerversammlungen der CDU vorgestellt und modifiziert worden sind (wir berichteten). Unter anderem wird darin ein breiter Fußgänger-Boulevard zwischen Holsten-Galerie und Großflecken und eine komplette Neupflasterung des Großfleckens vorgeschlagen. Die Stadt soll jetzt prüfen, welche Maßnahmen sich mit welchem Kostenaufwand realisieren lassen.