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potsdam Beth krönt starke Saison

Von hc | 03.09.2010, 03:59 Uhr

In glänzender Verfassung präsentierte sich die für die SG TSV Kronshagen/Kieler TB startende Neumünsteranerin Hanne Beth bei den jetzt in Potsdam ausgetragenen deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Leichtathleten.

Die Schwalestädterin (Jahrgang 1993) gewann überraschend die Bronzemedaille beim Siebenkampf der weiblichen Jugend B. Den Sieg sicherte sich Deborah Brodersen (LG Weserbergland) vor Esther Oefner (Dortmund).

Mit der elftbesten Vorleistung angereist, war das erklärte Ziel Beths, einen Platz unter den besten acht zu erreichen. Von Beginn an bestach die Neumünsteranerin durch Konzentration und hervorragende Form. Sie lief mit 14,23 Sekunden über 100 m Hürden eine neue persönliche Bestleistung und die schnellste Hürdenzeit aller 40 Teilnehmerinnen zugleich. Mit einer weiteren Bestleistung im Hochsprung (1,63 m) und sehr guten 11,43 m im Kugelstoßen sammelte Beth weiter wichtige Punkte. Auch dank der besten 100 m-Zeit aller Siebenkämpferinnen (12,52 Sekunden) lag die Athletin der SG TSV Kronshagen/Kieler TB am Ende des ersten Tages mit 3195 Punkten auf einem nicht zu erwartenden zweiten Platz. Während das Wetter zunächst noch gut mitspielte, waren die Bedingungen am zweiten Wettkampftag durch die niedrigen Temperaturen und den zeitweise heftigen Regen alles andere als einfach. Mit dem Angriff der Konkurrenz musste natürlich auch gerechnet werden, zumal die drei Disziplinen des zweiten Wettkampftages nicht zu den Stärken von Hanne Beth gehör(t)en. 5,33 m im Weitsprung waren für sie bei heftigem Regen aber ein guter Start in den zweiten Tag. Im Speerwerfen lief es in den ersten beiden Versuchen zunächst nicht ganz wie gewünscht; die Konkurrenz erzielte zum Teil deutlich bessere Weiten. Aber die Klaus-Groth-Schülerin zeigte sich mental sehr stark und wahrte ihre Medaillenchance durch einen guten dritten Versuch (33,87 m). Das ergab vor dem abschließenden 800 m-Lauf in der Gesamtwertung vorläufig Rang 3 und ein kleines Polster auf die folgenden Plätze. Auf den abschließenden zwei Stadionrunden ging es somit primär darum, die Konkurrenz in Schach zu halten. Für eine gute Zeit fehlte am Ende die Kraft, aber 2:42,47 Min. reichten, um sich Bronze zu sichern.

Nach dem Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft in der Block-Mannschaftswertung 2008 und drei weiteren Top-Ten-Platzierungen bei früheren deutschen Titelkämpfen ist dies der größte Erfolg von Hanne Beth und die Krönung einer starken Saison.