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Sportfest der BSG Neumünster Barbara Ulbrich sichert sich den Johannes-Czolbe-Wanderpokal

Von sas | 28.10.2021, 14:32 Uhr

Bei der 25. Auflage steht eine Sportlerin der Sparte Wassergymnastik ganz oben auf dem Podest.

Jubiläumsveranstaltung und Premiere zugleich war das 25. Johannes-Czolbe-Sportfest der Behinderten-Sportgemeinschaft (BSG) Neumünster. 44 Sportler aller Altersgruppen aus fünf Abteilungen waren am Start.

Den Wanderpokal sicherte sich Barbara Ulbrich aus der Sparte Wassergymnastik. Erstmals wurde die Veranstaltung im Rahmen der BSG-Kooperation mit Blau-Weiß Wittorf auf dem Areal der „Blau-Weißen Burg“ am Wührenbeksweg angeboten. Die traditionell genutzte Sportstätte, die Halle der Klaus-Groth-Schule, war im Mai dieses Jahres einem Großbrand zum Opfer gefallen.

Handwerkliches Geschick

BSG-Sportwart Claus Rademacher und seine Helfer den hatten für alle Teilnehmer neu gestalteten, den örtlichen Gegebenheiten angepassten Geschicklichkeitsparcours sowohl in der kleinen Halle als auch draußen auf der grünen Wiese aufgebaut, wobei sämtliches Spielgerät infolge des Brandschadens mit einfachen Mitteln und auch handwerklichem Geschick zu ersetzen war. So wurden teilgefüllte Wasserflaschen zum Hängeball- und Medizinballkegeln, eine Regentonne zum oben offenen Kasten für das Ballzielwerfen und der Korbballwurf wurde ersetzt mit Dosenwerfen.

Viele Sachpreise

Stellvertretend für den erkrankten BSG-Vereinschef Norbert Kaul begrüßte die 2. Vorsitzende Petra Brauer die Teilnehmer und Helfer, ehe Rademacher die zu bewältigenden Umstände hervorhob und insbesondere die Herkunft der vielen gespendeten Sachpreise erläuterte. Dazu zählten unter anderem bunt gefüllte Verpflegungstüten.

Für die Siegerehrung zum Aussuchen bereitgestellte Preise wie Blutdruckmessgeräte, Zahnputz-Utensilien, Spielbälle, Zollstöcke für die Bastler, ein Wanderrucksack, Freikarten für die Schwimmhalle und den Heimattierpark sowie Gutscheine einer örtlichen Eisdiele waren auf zwei Tischen präsentiert. Niemand sollte ohne ein Sachgeschenk das Fest verlassen. Außerdem brachte eine nicht unerhebliche Geldzuwendung sogar nach Abzug der Kosten noch eine Zuwendung in die Vereinskasse.

Zusätzlich stiftete Rademacher einen neu eingeführten Sportwartpokal, dessen Gewinner einen bestimmten, noch nicht bekannten Rang im Klassement belegen musste.

Helle Begeisterung

Nach Klärung der Spielregeln und des Ablaufs erfolgte zur Überraschung und großen Freude aller noch der Hinweis darauf, dass der Verein anlässlich der Jubiläumsveranstaltung die Kosten für die Beköstigung des Tages einschließlich des reichhaltigen Mittagessens – zubereitet von Fachmann Jens Köwitz – übernimmt. Danach besetzten die Teams mit heller Begeisterung die einzelnen Stationen.

Rollstuhlfahrer gut gelaunt

Am stärksten vertreten war wieder die Abteilung Lebenshilfe mit 23 Teilnehmern. Auch drei Rollstuhlfahrer waren gut gelaunt dabei. Älteste Teilnehmerin war aus der Sparte Frauengymnastik Monika Heuer, die mit ihren stolzen 85 Jahren 97 Punkte erzielte und sich nach der Auswertung im Mittelfeld wiederfand.

Annähernd gerechte Wertung

Um bei den einzelnen Übungen – die jeweils andere Ansprüche an die Geschicklichkeit, den Spielwitz und die einzusetzende Taktik stellten – ein erfolgversprechendes Punktekonto aufzubauen, waren wieder Mut sowie Ziel- und Treffsicherheit gefragt. Oftmals verhalf auch eine gehörige Portion Glück beim Säckchenzielwurf, Hängeball- und Medizinballkegeln, dem Torschuss mit dem Hockeyschläger, Ballzielwurf in die Wassertonne oder in den Dosenstapel zum Erfolg. Zielabstände und Gerätehöhen waren jeweils abgestimmt auf die Bedürfnisse der Teilnehmer, sodass eine annähernd gerechte Wertung erfolgen konnte.

Neuer Pokal geht an Erika Klasen

In der Einzelwertung errang die Siegerin Ulbrich 138 Punkte und wurde gefolgt von Manuela Köwitz (Gastteilnehmerin im Team Lebenshilfe) mit 133 Zählern sowie Olaf Kill (Lebenshilfe II/130 Punkte). Der neu ausgelobte Sportwartpokal ging als Trost für die Rote Laterne an Erika Klasen.

Bei der Mannschaftswertung wurde hinsichtlich der unterschiedlichen Personalstärken das jeweils errechnete Durchschnitts-Teilnehmerergebnis berücksichtigt. Dort siegte das mit 13 Aktiven stark aufgetretene Team der Lebenshilfe II mit 115 Punkten vor den Rollstuhlfahrern (105) und den sechs Wassergymnastinnen mit 102 Zählern. Die weiteren Ränge belegten die Gruppe Frauengymnastik, die Kegler sowie die erste Mannschaft der Lebenshilfe.

Die dienstbereiten Rettungskräfte vom Deutschen Roten Kreuz hatten wie in den Vorjahren keinen Einsatz zu verzeichnen.