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Lokales

22. August 2017 | 04:20 Uhr

Wegen Kita : Neuer Platz für Eidechse

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Zeppelinstrasse: Amphibie muss ausweichen.

Quickborn | Der Bebauungsplan 107  A, mit dem die Stadt Quickborn den Weg frei macht für den Bau einer Kindertagesstätte in der Zeppelinstraße, hat die nächste Hürde genommen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung billigte den Entwurf und stimmte für die öffentliche Auslegung. Das letzte Wort haben nun die Ratsmitglieder, die in der kommenden Woche tagen und auch prüfen müssen, ob die Bedenken der Anlieger ausreichend berücksichtigt wurden.

Die Pläne sind bei den Anwohnern auf ein geteiltes Echo gestoßen. Zwar gibt es keine grundsätzlichen Einwände, wohl aber fürchten sie steigende Verkehrszahlen sowie ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Fußgänger und Radfahrer. Zudem hatten sie vor einigen Wochen öffentlich die Verlegung der Wertstoff-Sammelconatiner gefordert, um dadurch die Mehrbelastung zu verringern. Zumindest dabei wissen sie die Stadt an ihrer Seite. Felix Thermann vom Fachbereich Stadtentwicklung kündigte während der Ausschusssitzung Gespräche mit der GAB an, der die Container gehören. Gemeinsam soll nach einem neuen Standort gesucht werden. In der Vergangenheit hatten die wilde Ablagerung von Müll neben den Containern, herumliegende Glasscherben und die aus Sicht der Anwohner mangelnde Rücksichtnahme der Benutzer für Unmut gesorgt. Davon sollen sie nun entlastet werden.

Dagegen sieht die Stadt in dem dann erhöhten Verkehrsaufkommen durch die Kindertagesstätte kein Problem. Die Rede ist von einer Verdopplung der an- und abfahrenden Autos durch den Hol- und Bringverkehr. „Die bisherige Belastung war nicht besonders hoch“, so Stadtplaner Thermann. Die Sicherheit für die Fußgänger soll durch einen zweiten Bürgersteig auf der Südseite der Zeppelinstraße gewährleistet werden. Bislang gibt es nur auf der Nordseite einen Fußweg, der zudem mit einer durchschnittlichen Breite von 1,50 Meter nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, aber nicht verbreitert werden soll.

Außer möglichen Verkehrsproblemen sind es vor allem Fragen des Artenschutzes, die die Planer bislang umgetrieben haben. „Das Grundstück hat eine sonnenexponierte Südlage und ist damit potenzielles Habitat der unter Schutz stehenden Zauneidechse“, so Thermann. Biologen haben nach einer Begehung bestätigt, dass die sandige Struktur des Grundstücks mit den zahlreichen Kuhlen einen möglichen Lebensraum für die Amphibien darstellt. „Wir haben inzwischen westlich von der Fläche ein Ersatzhabitat eingerichtet“, so Thermann. Tauche die Zauneidechse tatsächlich auf, werde sie umgesetzt. Wie berichtet, sollen mit der Kita Zeppelinstraße voraussichtlich zum Ende des laufenden Jahres 120 Plätze in drei Krippen-, drei Elementar- und zwei Hortgruppen geschaffen werden. Bauträger ist die Zeppelin Baumaschinen GmbH, der auch das Grundstück gehört.

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erstellt am 19.Apr.2017 | 12:00 Uhr

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