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Börnsen im Kreis Herzogtum Lauenburg : Neuer Fall von Geflügelpest in Schleswig-Holstein

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In Börnsen im Kreis Herzogtum Lauenburg wurde ein verendeter Wildvogel gefunden. Der Erreger konnte nachgewiesen werden.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2017 | 12:37 Uhr

Börnsen | In der Gemeinde Börnsen im Kreis Herzogtum Lauenburg ist ein an der Geflügelpest verendeter Wildvogel gefunden worden. Der entsprechende Erreger sei am Dienstag amtlich festgestellt worden, teilte ein Sprecher des benachbarten Kreises Stormarn am Donnerstag mit. In einem Radius von drei Kilometern um den Fundort ist ein Sperrgebiet eingerichtet worden.

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Institut handelt es sich bei der aktuellen Epidemie um die heftigste und am längsten andauernde, die Europa und Deutschland seit dem Beginn der Aufzeichnungen getroffen hat.

Zum Beobachtungsgebiet zehn Kilometer um den Fundort gehören nach Angaben des Sprechers auch mehrere Gemeinden im Kreis Stormarn. Betroffen sind Reinbek, Glinde, Oststeinbek sowie Teile der Gemeinde Witzhave. In Reinbek, Glinde und Oststeinbek waren die Beschränkungen erst vor wenigen Tagen aufgehoben worden. 

Das schleswig-holsteinische Umweltministerium hatte die landesweite Stallpflicht für Geflügel am 25. März aufgehoben, nachdem die Nachweise von Geflügelpest bei Wildvögeln seit der zweiten Märzhälfte spürbar nachgelassen hatten. In einigen Regionen der Kreise Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg mit hoher Wildvogeldichte muss Geflügel allerdings weiter im Stall bleiben.

In Schleswig-Holstein grassierten die letzten Monate parallel zwei Subtypen des Geflügelpesterregers: HPAIV H5N8 und H5N5. Besonders betroffen war zuletzt die südliche Hälfe des Landes. Dort wurden bis Mitte März 17 Fälle von Geflügelpest in der Wildvogelpopulation amtlich festgestellt. Seit dem 20. März waren es nur noch Nachweise an sechs Fundorten, konzentriert auf die Kreise und kreisfreien Städte Dithmarschen, Segeberg, Stormarn, Lübeck, Neumünster und Herzogtum Lauenburg.

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