Elbbrücke bei Geesthacht : Lkw-Anhänger stürzt um: Smart-Fahrerin verletzt

Zunächst entfernte die Feuerwehr die Plane, um dem Wind die Angriffsfläche zu nehmen.

Zunächst entfernte die Feuerwehr die Plane, um dem Wind die Angriffsfläche zu nehmen.

Der leere Anhänger wurde vom starken Wind herumgewirbelt. Die Elbbrücke war stundenlang gesperrt. Das sorgte für Staus.

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21. September 2018, 16:21 Uhr

Geesthacht | Der erste Herbststurm des Jahres hat die Berufspendler zum Feierabend am Freitagnachmittag ins Chaos gestürzt. Straßen waren gesperrt, Bahnverbindungen eingestellt und die Feuerwehr im Dauereinsatz.

Auf der Elbbrücke bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) wurde gegen 13.30 Uhr eine Smart-Fahrerin (51) aus der Elbmarsch verletzt, als der Sturm einen entgegenkommenden Laster mit Anhänger herumwirbelte. Der Anhänger stürzte um. Die Frau versuchte nach Polizeiangaben noch auszuweichen, landete mit ihrem Kleinwagen aber in der Leitplanke und wurde dann von dem Anhänger getroffen. Rettungskräfte brachten sie verletzt ins Johanniter-Krankenhaus.

Nach dem Unglück musste die Elbbrücke stundenlang voll gesperrt werden. „Als wir am Einsatzort waren, richtete eine weitere Sturmböe den Anhänger wieder auf, er wurde dabei aber gefaltet“, sagte Ingo Schwarz, Zugführer der Feuerwehr. Während die Polizei die Brücke komplett sperrte, schnitten Feuerwehrleute zunächst die Plane aus dem Anhänger. Schwarz: „So konnten wir dem Wind Angriffsfläche nehmen.“ Anschließend wurde das Gestell auf dem Anhänger mit Hilfe einer Säbelsäge und einer Rettungsschere entfernt. Polizisten begleiteten den Lastwagen anschließend von der Brücke.

Der Verkehr staute sich auf der A25 aus Richtung Hamburg bis Curslack zurück, auch aus Richtung Lüneburg gab es vor der Elbbrücke einen mehrere Kilometer langen Stau. Für viele Berufspendler war auf dem Weg ins Wochenende Geduld gefragt. Im Geesthachter Stadtgebiet staute es sich auf den Zufahrten zur Elbbrücke ebenfalls weit zurück, zumal dort die Umleitung wegen der noch gesperrten Bundesstraße 404 in Besenhorst verläuft.

Fast zeitgleich zu dem Unfall auf der Elbbrücke war die Feuerwehr auch am Schlehenweg gefordert. Dort hatte der Sturm Äste aus einem Baum gerissen. Zu ähnlichen Einsätzen alarmierte die Leitstelle in Bad Oldesloe Dutzende Feuerwehren im Süden des Landes.

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