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Landeszeitung

17. Dezember 2017 | 09:41 Uhr

Zwischen Tradition und Moderne

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Ausbildungsbetrieb des Jahres 2013 hält eine alte Rinderrasse und melkt mit zwei Robotern

von
erstellt am 07.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Die Ausbildungsplätze bei der Familie Tramsen sind bis 2017 ausgebucht. Das spricht für die Qualität in der Schulung des landwirtschaftlichen Nachwuchses. Und gestern wurde der Betrieb aus Dollerup (Kreis Schleswig-Flensburg) auf dem Landesbauerntag als Ausbildungsbetrieb des Jahres ausgezeichnet.

Auf dem Hof wird seit 1949 ausgebildet. Nachdem schon sein Vater 42 junge Leute erfolgreich zum Berufsabschluss führte, setzt Hans Peter Tramsen seit seiner Betriebsübernahme im Jahre 1996 die fundierte Ausbildung junger Landwirte fort. Das Besondere an dem Betrieb: Hier treffen Tradition und Moderne aufeinander. In der Milchviehherde ist noch die alte Zuchtrasse des roten Angler Rindes vertreten. Gemolken wird aber mit zwei automatisierten Melkrobotern (sowohl verschiedene Rinderrassen als auch Melkmethoden werden auf der Norla gezeigt).

Die Preisträger überzeugten die Jury durch sehr hohes Engagement, hervorragende Ausbildungsorganisation und gezielte Förderung von leistungsstarken, aber auch leistungsschwächeren jungen Menschen. Tramsens Credo: „Durch das Übertragen von Eigenverantwortung wecken wir Lust, Aufgaben selbst zu lösen und immer weiter zu lernen“.

Hans Peter und Elke Tramsen bewirtschaftet einen Betrieb mit 190 Hektar Acker- und 50 Hektar Grünland. In der Vielfalt der Gewerke zeigt sich die Vielfalt eines modernen landwirtschaftlichen Betriebes: In den Stallungen befinden sich 220 Zuchtsauen und 120 Milchkühe. Ein weiteres Standbein sind eine Photovoltaikanlage und eine Biogasanlage. Die Heizenergie wird zum kleineren Teil im Betrieb für Ferkelaufzuchtstall, Wohnhaus und eine Holztrocknungsanlage verwendet. Ansonsten fließt sie in ein Nahwärmenetz von 3000 Metern Länge, das mehr als 20 Häuser im Dorf zu günstigen Preisen versorgt.

Von den Landwirtschafts-Azubis im Lande – gegenwärtig sind es etwa 800 junge Leute – stammen nur noch zwei Drittel vom Bauernhof. Als Beispiel dafür steht Tramsens festangestellter Mitarbeiter Jörn Thomsen. Nach einer Ausbildung als Maschinenschlosser sattelte er auf Landwirtschaft um und brachte es bis zum Meister. „Meine Tätigkeit ist technisch anspruchsvoll, und ich habe ständig mit der Natur auf dem Feld und mit Tieren zu tun. Das ist abwechslungsreich und beruflich erfüllend.“

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