zur Navigation springen

Handball-SH-Liga : Zwischen Schockstarre und Ratlosigkeit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Kampf um den Aufstieg erlebte der TSV Alt Duvenstedt einen empfindlichen Rückschlag.

Der ATSV Stockelsdorf entpuppte sich am 5. Spieltag einmal mehr als „launische Diva“ in der Handball-SH-Liga der Männer. Das Team aus dem Lübecker Vorort kann an guten Tagen jedem Gegner das Leben schwer machen, an schlechten Tagen aber auch für jeden Gegner zur leichten Beute werden. Leidtragende der Stockelsdorfer Wankelmütigkeit war am Sonnabend der TSV Alt Duvenstedt. In eigener Halle kassierte das Team von Trainer Gunnar Kociok gegen einen starken ATSV mit dem 22:29 (8:16) seine erste Saisonniederlage.

„Wenn wir wirklich um den Aufstieg mitspielen wollen, dürfen wir uns gegen so einen Gegner keine Blöße geben“, ließ der Trainer noch in der Vorschau auf den Spieltag verlauten. Nach dem Abpfiff sagte er: „Fragen nach dem Favoriten sollte ich in Zukunft lieber nicht mehr beantworten. Wir müssen einfach trainieren und im März schauen, wo wir stehen.“ Der vermeintliche Außenseiter stürzte den Alt Duvenstedter Trainer ins Tal der Ratlosigkeit. „Wir haben alles dafür getan, dass wir nicht gewinnen. Mein Gefühl ist irgendwo zwischen Schockstarre, Enttäuschung und einem großen Fragezeichen“, gab Kociok zu, dem die Niederlage gehörig auf das Gemüt schlug.

Wenig Schlaf und die immer wiederkehrenden Bilder von im Vergleich zu den Vorwochen völlig ausgewechselten Alt Duvenstedtern. „Man hätte als Zuschauer denken können, die Truppe inklusive Trainerstab hat sich gerade zum ersten Mal getroffen und noch nie zusammen Handball gespielt“, sagte Kociok. 28 Fehler muteten die TSV-Spieler allein in der ersten Halbzeit den Zuschauern zu und dabei trafen sie genau achtmal das Tor. Ohne den am Kreuzband verletzten Tim Frahm, den Kociok in der letzten Zeit immer mehr als Leistungsträger schätzte, fehlte eine weitere Rückraumalternative. „Wenn Fredi Klapdor nicht noch sehr gut gehalten hätte, wären wir sogar viel mehr unter die Räder gekommen“, kritisierte Kociok die „desolate Mannschaftsleistung“.

Immer wieder scheiterten die Alt Duvenstedter an einfachsten Pässen, unglücklichen Würfen und anderen technischen Fehlern, sodass eine zarte Aufholjagd zum 18:22 nie belohnt werden konnte. „Ich konnte zwischendrin nur noch die Hände falten und hoffen, dass sich etwas ändert“, jammerte Kociok, der seine taktischen Mittel durch Wechsel und Veränderung der Abwehr schon früh ausgeschöpft hatte. „Es kam einfach alles zusammen. Das Spiel muss ich erst mal verarbeiten“, sagte der enttäuschte Gunnar Kociok nach dem ersten Punktverlust der Saison.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Himmelsbach – Koslowski (1), L. Kock, Schwarz (7), Eichstädt (2/2), Büchler, Sievers (1), N. Petersen (1), Dau (5), Höpfner, S. Petersen (1), Hagge (4).

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen