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Kitesurfen : Zwischen Rendsburg und dem Roten Meer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der nächsten Woche startet Kitesurfer Mario Rodwald beim World Cup in Ägypten. Seht im Video, welche Sprünge er dann zeigen wird.

von
erstellt am 23.Mai.2014 | 06:16 Uhr

Abschalten ist für Mario Rodwald keine leichte Übung. Deutschlands bester Freestyle-Kitesurfer ist immer in Bewegung. Entweder im Flugzeug oder im Auto, am liebsten aber auf seinem Element, dem Wasser. Ab Mittwoch ist er bei der vierten Station des PKRA Kitesurf-World Cup in Ägypten am Start.

 

 

Zwischen dem Training im spanischen Malaga und dem Abflug ans Rote Meer am Montag gönnt er sich noch eine Stippvisite in seiner Heimatstadt. Aber selbst in Rendsburg, zuhause bei Mama, gönnt er sich keine Auszeit. Das frühsommerliche Wetter nutzt der 23-Jährige, um für ein paar Stunden an der Küste Dänemarks zu trainieren. „Am Wochenende aber habe ich mir ,Ausruhen für Ägypten’ in meinen Kalender eingetragen“, verrät er. Rodwald steckt mitten in der Saison und will im Rhythmus bleiben, um seine Ziel zu verwirklichen. Ein Platz unter den zehn besten Freestyle-Kitesurfern der Welt soll es in diesem Jahr sein. „Aber um die Gesamtwertung aber mache ich mir im Moment noch keine Gedanken." Nach etwas mehr als einem Drittel der Saison sieht gut aus für den Rendsburger. Nach Platz neun zum Auftakt in Panama flog der achtmalige Deutsche Meister in Marokko und Frankreich jeweils auf Rang sieben. Für den Sprung in die absolute Weltspitze lässt er in diesem Jahr sogar die Chance aus, seinen Europameisterschaftstitel zu verteidigen. Zuletzt gewann er zwei Mal in Folge die europäische Tour. „Das sind einfach zu viele Termine. Und in diesem Jahr liegt meine volle Konzentration auf dem World Cup“, erklärt Rodwald. Seinen deutschen Meistertitel will er hingegen sehr wohl verteidigen. Aber auch das wird immer schwieriger, wenn man nicht alles gibt. „Da kommen ein paar gute Jungs nach. Aber das ist gut für unsere Sportart“, sagt er.

Zum ersten Mal legen die Kitesurfer am Strand von Soma Bay am Roten Meer ihre Kites in den Wind. Die Liebe zu dem Land am Nil aber musste bei Rodwald erst neu entfacht werden: „Ich war 2008 schon einmal dort. Danach habe ich gesagt, dass ich nie wieder nach Ägypten will. Nur Wüste und überhaupt kein Wind.“ Im Schatten des Palm Royale Resorts, einem Fünf-Sterne-Hotel, das kaum einen Wunsch offen lässt, aber finden die Kitesurfer beste Bedingungen vor. „Das ist wirklich fantastisch dort“, schwärmt er heute.

Zwei Mal hat er in diesem Jahr bereits an der Soma Bay trainiert und rechnet sich nicht nur deshalb gute Chancen aus, dort ganz weit vorne zu landen. „Mein Ziel ist Platz vier. Und für die nächsten Wettkämpfe ein Platz auf dem Podest“, sagt Rodwald. Vielleicht klappt das ja beim Heimspiel im August in St. Peter Ording. „Das wäre natürlich super.“

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