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Zum Frühstück ins Kino : Zwischen Liebe und Rock’n’Roll

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zur Kinofrühstücks-Premiere diskutierte Regisseur Michael Söth mit Zuschauern über seinen Film und suchte Komparsen für neues Projekt.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Landwirt und Maler Fiete Hansen lebt in einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein. Er liebt Rock’n’Roll, die hübsche Susanne und träumt von einem Leben als Star in Amerika. Ganz bis nach Übersee schaffte es der Protagonist des Films „Deichking“ gestern jedoch nicht. Er blieb auf der Leinwand des Kinocenters hängen und bescherte den Besuchern des ersten Kinofrühstücks wahre Freudentränen vor Lachen. Regisseur Michael Söth war gleich mitgekommen, um allerlei Interessantes über seinen Debütfilm kundzutun sowie unter den Zuschauern nach Komparsen für sein neuestes Projekt zu suchen.

Es war das erste Mal für Kinobetreiberin Nicole Claussen und Christopher Winkler vom „Casa Biutelli“, doch der Versuch, eine Filmvorführung mit einem Frühstücksbüfett zu verbinden, ging auf. Doch nach dem Essen einfach irgendeinen Film zu zeigen, war Claussen nicht genug. Daher entschied sie sich für den norddeutschen, im Jahr 2007 veröffentlichten Streifen „Deichking“ und lud dazu den in Eckernförde geborenen und derzeit in Elmshorn lebenden Michael Söth ein, der mancherorts als Kult-Regisseur gehandelt wird. Im „Gepäck“ hatte Söth den Musiker und Schauspieler Ansgar Hüttenmüller, der sich selbst als „Elite-Komparsen“ des Filmemachers bezeichnete und schon in dessen Zweitlingswerk mitgespielt hatte. „Bauernfrühstück“ wurde bereits vor drei Jahren im Kinocenter gezeigt.

Nun jedoch ging es um „Deichking“ und wie der vom Landleben gelangweilte Fiete Hansen (John Barron) seine Erfüllung im Rock’n’Roll und in der Liebe zu Susanne sucht. Trotz geringen Budgets gelang Michael Söth eine herzerwärmende Komödie mit viel Lokalkolorit, die sogar mit einigen Gaststars, wie „Fettes Brot“, „Lotto King Karl“ und Bela B. von den „Ärzten“, aufwarten kann. „Bei Michael darf man meist so spielen, wie man möchte. Deshalb bekommt er auch so viele bekannte Schauspieler“, betonte Ansgar Hüttenmüller.

Bevor der Hauptfilm startete, kamen die Zuschauer in den Genuss eines Trailers von Michael Söths neuestem Projekt „Deichbullen“, eine norddeutsche Mystik-Komödie. Die „Deichbullen“ seien als Serie gedacht, die im Vorabendprogramm laufen solle, erzählte der Regisseur, der die Kinogäste aufforderte, sich bei ihm als Komparsen zu bewerben. Nicht wenige trugen sich in die im Foyer liegende Liste ein.

Und auch „Deichking“ schien bei den Besuchern durchweg auf positive Resonanz zu stoßen. „Der Film war sehr lustig und traf voll meinen Humor. Auch der Regisseur ist ein cooler Typ“, sagte Lajos Schneider aus Rendsburg. Ein gutes Zeichen für Nicole Claussen und Christopher Winkler, die das Kinofrühstück nun monatlich planen möchten.
> www.soethfilm.com

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