Basketball-Regionalliga : Zwischen Frust und Lust

Sucht den Weg aus dem Tief: Hohenwestedts Trainer Henning Schemann.
Sucht den Weg aus dem Tief: Hohenwestedts Trainer Henning Schemann.

Hohenwestedts Damen-Trainer Henning Schemann nimmt im Interview Stellung zur Misere seiner Mannschaft.

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16. November 2013, 12:30 Uhr

Vergessen machen wollten sie die mäßige letzte Saison. Nun aber stehen die Basketballerinnen des MTSV Hohenwestedt in der 2. Regionalliga Nord schon wieder am Tabellenende. Heute erwartet der MTSV den noch ungeschlagenen Tabellenzweiten SC Alstertal/Langenhorn II (17 Uhr, Halle Am Park). Wie Trainer Henning Schemann den verpatzten Saisonstart beurteilt, erklärt er im Gespräch mit der Landeszeitung.

Herr Schemann, in den ersten vier Spielen gab es ausschließlich Niederlagen. Wo liegen die Gründe für diese neuerliche Misere?

Schemann: In den ersten drei Spielen lag es definitiv an unserer Leistung in der Defensive. Wir haben einfach viel zu schlecht verteidigt und die Dinge, die wir trainiert haben, funktionierten einfach nicht. Zuletzt, gegen den Kieler TB, passte es in der Verteidigung, aber wir haben einfach nicht gut genug gepunktet, obwohl das Spiel nach vorne in Ordnung war.

Woraus ziehen Sie die Hoffnung, dass Ihrem Team heute endlich die Wende gelingt?

Weil wir beim Spitzenreiter in der letzten Woche richtig, richtig gut verteidigt haben. Die Mannschaft ist trotz der Niederlage mit einem guten Gefühl aus diesem Spiel gegangen. Wir haben in der Woche weiter an unserer Offensive gearbeitet und ich hoffe, dass wir das heute umsetzen. Die Mannschaft hat das Potenzial, um in dieser Liga zu bestehen. Das muss sie sich nur bewusst machen. Wir können jedes Team in der Liga schlagen.

Nur machen sie es leider nicht.

Das stimmt bisher, aber die Liga ist sehr ausgeglichen. Wenn wir heute einen guten Start erwischen und ins Laufen kommen, gewinnen wir das Spiel.

Dennoch liest sich die Bilanz nicht gut. Wie frustrierend ist das für Sie als Trainer, wenn man eine positive Entwicklung zwar erkennt, aber die Ergebnisse nicht stimmen?

Sehr frustrierend. Gerade nach der Niederlage in Kiel: Ich hatte das Gefühl, dass wir richtig gut gespielt und dem Gegner alles abverlangt haben. Wir hatten dort die Chance auf einen Sieg, stehen aber mit leeren Händen da. Unmittelbar nach diesem Spiel war das mega-frustrierend. Erst einige Tage später zieht man dann die positiven Dinge daraus.

Sie wollen die jungen Spielerinnen verstärkt in die Damen-Mannschaft einbauen. Wie zufrieden sind Sie bisher mit diesem Prozess?

Absolut zufrieden. Marlene Boll macht gute Spiele und ist auch von ihrem Scoring her in der Liga angekommen. Und auch Elena Däke zeigt sehr solide Leistungen. Sie macht wenige Fehler und bei ihr habe ich keine Angst, wenn sie auf dem Feld steht.

Trotz der Niederlagen, die gute Nachricht ist ja, dass der Abstieg in diesem Jahr nicht möglich ist, oder?

Zumindest ist das laut meinen Informationen so. Die erste Mannschaft von Alsterstal/Langenhorn hat aus der ersten Regionalliga zurückgezogen und daher steht die zweite Mannschaft als Absteiger aus der zweiten Regionalliga fest.

Macht Ihnen ihre Arbeit beim MTSV eigentlich noch Spaß?

Definitiv! Ich gehe gerne zum Training und habe absolut Bock darauf, mit dieser Mannschaft zu arbeiten.

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