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Fussball-Verbandsliga : Zweiter Sieg in Folge – Lehmann war’s unangenehm

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim 3:2-Erfolg über Kilia Kiel hat der Osterrönfelder TSV eine Menge Glück.

von
erstellt am 25.Aug.2014 | 06:25 Uhr

Laut Duden ist die Bedeutung von Glück ein Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände. Eine Beschreibung, die für den 3:2 (2:2)-Heimsieg des Osterrönfelder TSV gegen den FC Kilia Kiel treffender nicht sein könnte. Die Elf von Trainer Olaf Lehmann konnte sich nach den 90 Minuten wohl selbst nicht erklären, warum sie nach so einem Spiel als Sieger vom Platz ging.

Die Partie war noch keine fünf Minuten alt, da lagen die Gäste bereits mit 2:0 in Front. Gleich mit dem ersten Angriff deckte Kilia die Mängel in der Osterrönfelder Hintermannschaft auf und Samed Erol erzielte den ersten Treffer. Nur wenige Minuten später musste Marcel Eiper im OTSV-Tor ein zweites Mal hinter sich greifen, nachdem erneut Erol mit einem sehenswerten 20-Meter-Schuss die Führung verdoppelte (5.). „Was wir heute und besonders in der ersten Halbzeit abgeliefert haben, war eine Frechheit“, polterte Lehmann. Seine Mannschaft lief über weite Strecken der Partie dem Gegner hinterher. Die Kieler konnten spielen wie sie wollten und fanden ein ums andere Mal eine der großen Lücken in der Defensive der Gastgeber. Allein die Chancenverwertung war mangelhaft, denn Erol, Fynn Gutzeit und Co. ließen reihenweise gute Möglichkeiten aus. Ein Fakt, den Kilia-Trainer Stefan Köpke mit dem Wissen des Ausgangs der Partie anschließend süffisant kommentierte: „Das war teilweise ja Slapstick. Wahrscheinlich kann ein Spiel dann nur so enden“, sagte er.

Aus dem Nichts war der OTSV plötzlich wieder im Geschäft – dank Johannes Persecke und der gütigen Mithilfe von Kiels Torhüter Dennis Brömme, der bei dem 25-Meter-Freistoßtreffer des Osterrönfelders keine gute Figur machte (28.). Und auch bei der missglückten Flanke Perseckes, die aus gut 45 Metern im hohen Bogen im Tor landete, zeigte sich Brömme indisponiert (30.). Zu allem Überfluss aus Kilia-Sicht scheiterte Gutzeit auch noch vom Elfmeterpunkt am starken Marcel Eiper (41.).

Nach der Pause blieb die Dominanz, aber auch die mangelhafte Chancenverwertung der Gäste. Der OTSV hatte fortan die eine oder andere Konterchance. „Die haben wir allerdings schlecht ausgespielt“, so Olaf Lehmann, der dann den Sieg einwechselte. Nach einer Ecke köpfte Jascha Piotraschke auf Philip Hardt, der den Ball zum späten und überaus glücklichen Sieg einnickte (87.). „Das ist mir echt unangenehm“, sagte Lehmann, als er die Glückwünsche seines Trainerkollegen entgegennahm. Die Freude seiner Spieler nach dem zweiten Sieg in Folge konnte der Coach nachvollziehen. Er selbst brauchte einen Tag, bis sich dieses Gefühl auch bei ihm einstellte. „Das war fußballerisch einfach viel zu dürftig, als dass ich nach dem Spiel euphorisch über den Platz springe.“

Osterrönfelder TSV: Eiper – Lobeck, Mosebach, Dollnick, Zapfe – Thomsen, Wittorf (90. Schäfer), Lehmann, Schneider (85. Piotraschke) – Persecke (55. Hardt) – Kuklinski.

Schiedsrichter: H. Deeg (TuS Hartenholm).

Zuschauer: 140.

Bes. Vork.: Eiper hält FE von Gutzeit (41.).

Tore: 0:1 Erol (1.), 0:2 Erol (5.), 1:2 Persecke (28.), 2:2 Persecke (30.). 3:2 Hardt (87.).

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