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Pläne vorgestellt : Zweiter Anlauf für neues Vereinshaus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Rendsburger Ruderverein hat große Zukunftspläne. Bei der Planung mit im Boot sind Architekturstudenten aus Hamburg.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 19:09 Uhr

Der Rendsburger Ruderverein (RRV) kann wieder auf ein neues Bootshaus hoffen. Nachdem ein erster Anlauf vor drei Jahren an der Finanzierung scheiterte, gibt es jetzt ein neues Konzept. Mit Unterstützung der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und der Firma Sani aus Borgstedt sowie mit Geldmitteln aus einem neuen Förderprogramm des Landes soll endlich Ersatz für das baufällige Vereinsgebäude aus dem Jahre 1921 geschaffen werden. Gestern wurde das Neubauprojekt offiziell vorgestellt. Entstehen soll nicht einfach eine neue Version des aktuellen Vereinsheims, sondern ein Sport- und Tourismuszentrum.

Konkrete Pläne, das alte Bootshaus durch ein modernes Vereinsheim mit Restaurant und Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen, gab es bereits 2011. Weil die Stadt sich nicht als Träger einbringen wollte, musste der Versuch 2014 aufgegeben werden: „Das damalige Finanzierungskonzept war damit gestorben“, sagte Wolfgang Berndt. „Im Hintergrund haben wir aber weiter nach Wegen gesucht, wie man einen neuen Versuch starten kann“, setzte er hinzu. Über die Borgstedter Firma Sani wurde Kontakt mit der HafenCity Universität aufgenommen. So entstand die Idee, dass die Architekturstudenten im Fachbereich „Konzeptionelles Entwerfen und Gebäudelehre“ statt einer klassischen Bachelorarbeit einen Entwurf zur Neugestaltung des Vereinsgeländes präsentieren. Die Vorgaben: In Modulbauweise sollten zirka 1200 Quadratmeter Nutzfläche entstehen, auf der ein Vereinsheim, ein Gastronomie-Bereich und 14 Doppelzimmer für Gäste geschaffen werden. Eine Jury, in der neben Vertretern der HCU auch Wolfgang Berndt und Olympiasieger Lauritz Schoof saßen, bewertete die insgesamt zehn Beiträge. Die beiden Gewinner sind die Entwürfe von Kim Ina Borchert und Anne Ruff sowie von Jonas Janke und Thorsten Hansen. Welche der beiden Versionen schließlich umgesetzt werden wird, ist noch offen.

Die Finanzierung ist auch beim zweiten Anlauf die größte Hürde. Auf etwa zwei Millionen Euro schätzt Sani-Geschäftsführer Dennis Hansen die Baukosten. Hoffnung, dass es dieses Mal klappt, gibt die neue Sportstättenförderung des Landes. 17 Millionen Euro seien in dem Fördertopf, sagte Bürgermeister Pierre Gilgenast. Die Hälfte davon werde in das Stadion von Holstein Kiel fließen, schätzte er. „Der Rest wird wohl nach Windhundverfahen vergeben“, vermutete er. Deshalb ist schnelles Handeln gefragt. Innerhalb der kommenden zwei Wochen will er im Innenministerium „aufschlagen“ und um für Fördermittel werben. Wegen der angespannten finanziellen Lage könne die Stadt zwar nicht mit Eigenmitteln zur Seite stehen, „aber deswegen werden wir den Kopf nicht einziehen“, kündigte Gilgenast an. Er will bei der Entwicklung des „Finanzierungsgerüsts“ helfen, indem er die Bemühungen des RRV um Fördergelder unterstützt. Auch von EU-Mitteln und der Tourismusförderung des Landes soll das Projekt profitieren, wenn es nach dem Verwaltungschef geht. Mit dem neuen Zentrum soll auch die touristische Attraktivität der Region gesteigert werden.

Wann es tatsächlich los geht, könne derzeit noch nicht abgesehen werden, so Berndt. Zunächst müsse die Finanzierung geklärt sein. Sobald „wir grüne Lampen sehen, geht es dank Sani ganz schnell. Das ist der Vorteil der Modulbauweise“.

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