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Straßenbau : Zweite Umleitung soll Lage entspannen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

In Timmaspe leiden die Bürgersteige unter der Vollsperrung der L 328. Der Lkw-Begegnungsverkehr sorgt auf enger Fahrbahn für Gefahrenmomente.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Es ist eng. Sehr eng. In zwei Fällen war es auch schon zu eng. Derzeit wird die Fahrbahn der Landesstraße 328 zwischen Timmaspe und Bargstedt saniert. Auf der Umleitungsstrecke hat es bereits zwei letztlich glimpflich verlaufene Unfälle in kurzer Zeit gegeben. Zudem mutiert die Ausweichstrecke im Ortskern von Timmaspe regelrecht zu einem Nadelöhr. Eine zweite Umleitung soll nun schnellstmöglich die Lage entspannen.

Auf Initiative von Timmaspes Bürgermeisterin Meike Derner machten sich am Dienstagmorgen Experten von der Polizei und vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Schleswig-Holstein vor Ort ein Bild von der Situation. Einhelliger Tenor: Es muss nachgebessert werden. Zudem wurde das Thema „Umleitung der L328“ bei der Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde diskutiert. Vor allem die beiden unübersichtlichen Kurven auf Höhe der Straßen Zum Dickmoor sowie Am Sandkamp stellen Gefahrenherde dar. „Die Straße hat eine genehmigte Verkehrsbreite, ist aber nicht dem Standard des heutigen Schwerlastverkehrs gewachsen“, erklärte Derner. Kommen sich zwei Lkw entgegen, dann ist einer gezwungen, auf den Gehweg auszuweichen. Keine glückliche Situation – zumal sich in der Nähe unter anderem ein Kindergarten befindet.

Zum Wochenende hin nimmt der Schwerlastverkehr ab. Für die Timmasper aber noch lange kein Grund sich zurückzulehnen. „Kommen Sie mal Montagmorgen vorbei. Dann sehen Sie, was hier los ist“, betonte Edgar Riflin gestern Nachmittag. Das Geschäft des Unternehmers liegt an der Dorfstraße zwischen den besagten Kurven. Er schätzt die Lage ebenfalls als nicht ungefährlich ein, doch für die Umleitung habe er Verständnis. „Es ist gut, dass etwas gegen die maroden Straßen getan wird“, sagte er, verwies aber auch auf die leidenden Bürgersteige in Timmaspe: „Wenn die mit der Landesstraße fertig sind, dann können sie hier gleich weitermachen.“ Zudem beginne jetzt die Gras-Silage. Daher sein mit einer Zunahme des landwirtschaftlichen Verkehrs zu rechnen.

Auch dank des Einsatzes von Meike Derner soll nun Abhilfe geschaffen werden. „Meine erste Idee war es, zwei Ampeln in der Dorfstraße aufstellen zu lassen.“ Auf Höhe der Straßen Gang und Zum Dickmoor sollte der Verkehr wechselseitig gestoppt werden. Das aber lehnte der LBV ab, da Wartezeiten von drei bis fünf Minuten errechnet und zu lange Rückstaus befürchtet wurden.

Nun also soll es eine zweite Umleitung richten. Deren genauen Verlauf konnte Matthias Paraknewitz, Leiter der LBV-Niederlassung Rendsburg, gestern auf Nachfrage zwar nicht exakt skizzieren. Vermutlich wird sie aber den von Nortorf kommenden Verkehr eher in Richtung Aukrug lenken. „Wir können keinen Einbahnstraßenverkehr für Lkw erzwingen“, betonte Paraknewitz: „Der Lkw-Begegnungsverkehr soll aber durch die zweite Umleitungsstrecke, die schnellstmöglich eingerichtet werden wird, deutlich entzerrt werden.“

Auch in Gnutz spürt man bereits die Auswirkungen der Umleitung. Bürgermeister Markus Mehrens betonte zwar, dass es „Timmaspe deutlich härter“ getroffen habe, da in Gnutz nur die Kreuzung Timmasper Landstraße (K 46)/Itzehoer Straße (L 121) in die Umleitung einbezogen ist. „Die Sanierung der L 328 ist richtig und wichtig. Da muss man auch mal etwas in Kauf nehmen. Aber die Umleitung darf nicht zur Gefahr werden“, sagte er. Die allerdings sehe er auch auf der K 46. Dort hatte sich am Mittwoch ein Zwischenfall ereignet. Ein Fahrer hatte die Kontrolle über seinen Sattelzug verloren, als ein anderer Laster entgegenkam. Mehrens: „Durch die Bäume ist es dort extrem eng, die weichen Bankette sorgen für zusätzliche Gefahrenmomente, wenn ein Lkw einem anderen ausweichen will.“

Die Sanierung der L 328 soll noch bis zum 15. Juni dauern, der erste von drei Abschnitten am Sonntag, 18. Mai, abgeschlossen werden. Dann wird die Umleitung verlegt. Und in Timmaspe kann wieder Entspannung einkehren.

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