Besuch der Bildungsministerin : Zwei Wege zum Abitur in neun Jahren

Nachwuchsingenieure beim Experimentieren: Unterricht im Fach Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz: Mint). Informationen dazu gibt es bei einem „Tag der offenen Tür“.
Foto:
1 von 2
Nachwuchsingenieure beim Experimentieren: Unterricht im Fach Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz: Mint). Informationen dazu gibt es bei einem „Tag der offenen Tür“.

„Schule Hohe Geest“ stellt Neukonzeption vor

shz.de von
05. Februar 2018, 10:10 Uhr

Die „Schule Hohe Geest“ (SHG) ist das einzige Gymnasium im südlichen Kreisgebiet. Dass die SHG als Gymnasium einen angegliederten Gemeinschaftsschulteil hat, ist eine Konstruktion, die es in ganz Schleswig-Holstein nur sechs Mal gibt. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) informierte sich nun bei einem Besuch in Hohenwestedt über ein neues Konzept, mit dem der örtliche Schulverband das einzigartige Bildungsangebot auch in Zukunft fortführen will.

Als die Schule 2008 den Betrieb aufnahm, war sie ein Gymnasium mit Regionalschulteil im Entstehen. 16 Millionen Euro investierte der Schulverband Hohenwestedt ab 2007 in Anbauten und Lehrmittel, um den langgehegten Traum eines Gymnasiums für das südliche Kreisgebiet zu verwirklichen. Weil in einem neuen Schulgesetz die Regionalschulen ad acta gelegt wurden, firmiert die SHG seit 2014 als Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil. Nun haben sich die schulpolitischen Rahmenbedingungen erneut geändert. Das Bekenntnis der Landesregierung zum Abitur in vier plus neun Jahren (G9) hat auch Auswirkungen auf die SHG. „Bisher hatten wir ja das Modell, dass man bei uns im Gymnasium ein G8-Abitur und im Gemeinschaftsschulteil ein G9-Abitur anstreben konnte“, erläutert Schulverbandsvorsteher Carsten Wiele, „in Zukunft werden wir also zwei G9-Zweige haben.“ An der speziellen Konstruktion der SHG wollen die Kommunalpolitiker auch unter den neuen Rahmenbedingungen gerne festhalten. Denn: „Das Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil ist eine Besonderheit, die sich als optimal für den ländlichen Raum herausgestellt hat“, wie Bürgermeister Jan Butenschön betont, „auch die Ministerin sprach von einem spannenden Modell, das sie sehr sympathisch findet“.

Schulleitung und Schulträger haben nun ein Konzept entwickelt, um dem Gemeinschaftsschulteil und damit dem ganzen SHG-Modell ein neues und zukunftsfähiges Profil zu verleihen. „Wir wollten jetzt wissen, ob unsere Neukonzeption im Rahmen des neuen Schulgesetzes möglich ist – und deshalb haben wir Ministerin Karin Prien zu uns in die SHG eingeladen“, erklärt Wiele. Schulleiter Hans Christian Behrendt skizzierte für die Delegation aus dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, wie er sich das neue Profil des SHG-Gemeinschaftsschulteils vorstellt. „Wir haben der Ministerin eine neue Struktur vorgeschlagen, die sie auch sehr interessant fand“, berichtet Behrendt. Die geplante Neustrukturierung des Gemeinschaftsschulteils soll die Mädchen und Jungen noch besser auf den Schulabschluss und den anschließenden Einstieg in die Arbeitswelt vorbereiten. „Das ist ein einzigartiges Konzept, das es in dieser Form woanders noch nicht gibt und mit dem wir den aktuellen Bedürfnissen der Schule optimal gerecht werden“, sagt Wiele. „Wir versuchen, neue Wege zu gehen, um unsere Schule zukunftsfähig zu machen – und das wurde von der Ministerin als sehr positiv gelobt.“ Das neue SHG-Konzept wird nun im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur geprüft. Eine Antwort aus Kiel erwartet der Schulverband im Laufe des Monats.

Am Donnerstag, 15. Februar (19 Uhr), findet in der Schule ein Informationsabend speziell für die Eltern der vierten Grundschulklassen statt, und am Sonnabend, 17. Februar (11 bis 13 Uhr), veranstaltet die SHG einen „Tag der offenen Tür“ mit Vorführungen unter dem Motto „Lernen macht (auch) Spaß“ und Beratungen zu den möglichen Schullaufbahnen. Individuelle Eltern-Kind-Beratungen zum Schulübergang werden vom 13. bis 22. Februar angeboten. Anmeldungen im Sekretariat unter Telefon 04871 / 86 68.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen