Handball-Landespokal : Zwei Siege noch bis zum Final Four

Peilen den Sprungs ins Viertelfinale an: Trainer Stefan Brauer und die Spielerinnen des TSV Alt Duvenstedt.
Peilen den Sprungs ins Viertelfinale an: Trainer Stefan Brauer und die Spielerinnen des TSV Alt Duvenstedt.

Vier Teams aus dem Rendsburger Raum wollen ins Viertelfinale des HVSH-Pokals einziehen. Die Frauen des TSV Owschlag sind hingegen kampflos ausgeschieden.

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16. November 2013, 14:00 Uhr

Der Punktspielbetrieb ruht weitestgehend an diesem Wochenende, die Handballteams sind im Pokaleinsatz. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen stehen die Achtelfinalspiele im Landespokal auf dem Programm. Zwei Siege fehlen den Mannschaften noch bis zum Einzug in die begehrte Final Four-Endrunde, die sowohl bei den Männer (1./2. März) als auch bei den Frauen (8./9. März) im kommenden Jahr wieder in Altenholz ausgespielt wird.

Bei den Männern kämpfen die Oberligisten HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (bei der HSG Kalkberg 06) und der TSV Alt Duvenstedt (beim MTV Herzhorn) um den Einzug ins Viertelfinale. Bei den Frauen peilen Landesligist TSV Alt Duvenstedt (gegen SG Malente/DG) und Oberligist HSG Kropp/Tetenhusen (beim SV Henstedt-Ulzburg II) den Sprung in die nächste Runde an. Die hat der TSV Owschlag bereits verpasst. Der Drittligist musste wegen Personalmangels sein für heute angesetztes Spiel beim SH-Ligisten HSG Reinfeld/Hamberge absagen.

Achtelfinale, Männer
HSG Kalkberg 06 – HSG Schülp/Westerrönfeld/RD (Heute, 17 Uhr)

Das Pokalspiel kommt HSG-Trainer Gunnar Kociok nicht ungelegen. Beim Tabellendritten der Landesliga Süd ist ein Sieg das erklärte Ziel. Mehr noch als die sportliche Herausforderung zählt für Kociok aber der Trainingseffekt. Der HSG-Coach möchte die Eingespieltheit verbessern, und das klappt nun mal am besten im Vergleich mit anderen. „Wir freuen uns über diese Möglichkeit, denn es ist nötig, dass wir mehr zueinander finden. Wenn die Etablierten nicht zu ihrer Form finden oder verletzt sind, dann muss die junge Garde ran“, sagt Kociok und stellt dabei ausdrücklich klar, dass er mit „junger Garde“ nicht „zweite Garde“ meine. Seine Grübeleien, woran die momentane sportliche Talfahrt mit sechs Niederlagen aus sieben Spielen liegt, brachten ihn zu folgendem Ergebnis: „Wir müssen im Training noch mehr miteinander reden. Die Spieler sollen exzessiv Fragen stellen, wenn etwas nicht klar ist.“ Es gehe dabei um große Dinge wie das richtige Stehen zum Gegenspieler bis hin zu Details. „Ich kann in die Jungs nicht hineingucken und wir müssen ja wissen, woran wir zu arbeiten haben“, erklärt Kociok. So verständnisvoll er auch wirkt, eines ist für den Coach allerdings auch klar: „Gewisse Dinge wie Laufbereitschaft muss jeder von sich aus mitbringen. Vor allem dort möchte ich Fortschritte sehen.“

MTV Herzhorn – TSV Alt Duvenstedt (Heute, 19 Uhr)

Obwohl die Kontrahenten eine Liga trennt, sind die Kräfteverhältnisse zwischen dem Oberliga-Zwölften TSV Alt Duvenstedt und dem MTV Herzhorn, Tabellenzweiter in der SH-Liga, nicht eindeutig festzumachen. Zudem reist der TSV nur mit halber Kapelle an. Christian Eichstädt, für Trainer Thomas Carstensen „eine elementare Stütze der Mannschaft“, kann nicht dabei sein. Auch die Dienste von Linkshänder Sascha Schwarz stehen dem Coach nicht zur Verfügung. Und: Mit Normen Koch und Freddy Klapdor fehlen dem TSV gleich beide Torhüter. Das ist die große Chance für Youngster Lasse Quarck, seine Fähigkeiten zwischen den Pfosten unter Beweis zu stellen. Als Backup fährt Torwart-Trainer Thorsten Ehrig mit nach Glückstadt. „Ich bin froh, dass wir auf einen starken Gegner treffen. Dann sind wir gezwungen, uns vernünftig zu präsentieren. Andernfalls fliegen wir aus dem Wettbewerb“, stellt Carstensen klar. Ziel sei es, eine Runde weiterzukommen. „Einfach wird das aber sicherlich nicht“, weiß der Coach. Mit einem Sieg in Glückstadt könnten seine Spieler Selbstvertrauen tanken für das wichtige Punktspiel am kommenden Wochenende gegen den Preetzer TSV.

Achtelfinale, Frauen
HSG REinfeld/Hamberge – TSV Owschlag kampflos Reinfeld/Hamberge

Da die Gastgeberinnen dem Wunsch des TSV Owschlag nach einer Spielverlegung nicht nachkamen, musste der Drittligist wegen Personalmangels kampflos absagen. „Viele Spielerinnen sind am Sonnabend mit der A-Jugend bei der Bundesligarunde in Oyten. Da zudem noch zwei, drei andere nicht zur Verfügung stehen, hätte ich mit fünf Feldspielerinnen und zwei Torhütern nach Reinfeld fahren müssen. Das wollte ich aber mir und den Spielerinnen nicht antun“, sagte ein frustrierter TSV-Coach Rainer Peetz. „Wir hätten gerne den sportlichen Vergleich mit Reinfeld/Hamberge gesucht und haben Ausweichtermine angeboten. Aber die HSG hat abgelehnt und wollte unbedingt am Sonnabend spielen. Mir tut es für meine Spielerinnen leid, die gerne wieder am Final Four teilgenommen hätten.“

TSV Alt Duvenstedt – SG Malente/DG (So., 14.30 Uhr)

„Natürlich liegt der Fokus bei uns auf den Punktspielen, doch da wir im Pokal nun schon so weit gekommen sind, wollen wir gerne noch mehr erreichen“, sagt Alt Duvenstedts Finja Rathmann. Und im Lager des Tabellenführers der Landesliga Mitte ist man vorsichtig optimistisch. Rathmann: „Mit Malente kommt ein gleichklassiger Gegner. Die Chancen, ins Viertelfinale vorzudringen und dann einen höherklassigen Gegner zu erhalten, stehen also gut.“ Allerdings weiß man über den Tabellensiebten der Landesliga Süd herzlich wenig. In der Runde zuvor setzte sich Malente/DG knapp mit 26:24 gegen den TSV Owschlag II durch. Der TSV Alt Duvenstedt muss dennoch mit der nötigen Einstellung in dieses Spiel gehen. „Präsentieren wir uns so wie gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg oder den TSV Owschlag II, kann das Spiel schnell verloren gehen“, mahnt Rathmann.

SV Henstedt-Ulzburg II – HSG Kropp/Tetenhusen (So., 18.15 Uhr)

Doppelter Einsatz an diesem Wochenende für die Oberliga-Handballerinnen der HSG Kropp/Tetenhusen: Nach dem Ligaspiel am gestrigen Freitagabend gegen den TSV Altenholz(bei Redaktionsschluss nicht beendet) steht morgen die Achtelfinal-Pokalpartie beim SV Henstedt-Ulzburg II auf dem Programm. Der Tabellensiebte der SH-Liga dürfte unter normalen Umständen kein ebenbürtiger Gegner für die Kropperinnen sein, zu überlegen marschiert der Oberliga-Spitzenreiter derzeit durch die Klasse. Schaffen es die Gäste, ihr gefürchtetes Tempospiel aufzuziehen, hat der Underdog keine Chance. Hinzu kommt, dass die HSG wahrscheinlich mit komplettem Kader anreisen kann. „Unser Ziel ist klar das Erreichen des Final Four-Turniers“, sagt Kropps Trainerin Lena Leptien. In der vergangenen Saison verzichtete die HSG auf den Pokalwettbewerb. Im Jahr zuvor gehörten die Kropperinnen noch zum erlesenen Kreis der Endrunden-Teilnehmer in Owschlag. Im Halbfinale war seinerzeit allerdings Schluss gegen den späteren Sieger TSV Owschlag.
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