Zwei Schulen machen gemeinsame Sache

Wollen die Chancen von Jugendlichen erhöhen, nach der mittleren Reife auch die Hochschulreife zu erlangen: CTR-Schulleiter Holger Jahn, Bürgermeister Pierre Gilgenast und Berthold Kayma, Leiter der Helene-Lange-Schule, von links.
Wollen die Chancen von Jugendlichen erhöhen, nach der mittleren Reife auch die Hochschulreife zu erlangen: CTR-Schulleiter Holger Jahn, Bürgermeister Pierre Gilgenast und Berthold Kayma, Leiter der Helene-Lange-Schule, von links.

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21. Januar 2015, 11:40 Uhr

Die Christian-Timm-Schule (CTR) und das Helene-Lange-Gymnasium wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren. Ziel sei es dabei, die Übergänge von der Gemeinschaftsschule zum Gymnasium zu fördern und vorhandene Schwellenängste abzubauen, so CTR-Schulleiter Holger Jahn. Dabei stehe der einzelne Schüler im Vordergrund, wie Berthold Kayma, Leiter des Helene-Lange-Gymnasiums, beipflichtete: „Wir wollen die geeignete und beste Lösung für jeden Schüler ermöglichen.“ Es gehe nicht darum, Schüler für das Gymnasium zu requirieren, machte er deutlich. Gestern überreichten die Schulleiter eine entsprechende Vereinbarung an Bürgermeister Pierre Gilgenast.

Dieser begrüßte, dass durch die Vereinbarung die Möglichkeiten verbessert würden, nach der mittleren Reife auch die Hochschulreife zu erlangen. Kayma sagte, dass Schüler zum Ende der Mittelstufe am Gymnasium oft leistungsmäßig „einen Durchhänger“ hätten. Er empfahl in diesen Fällen: „Das Helene-Lange-Gymnasium nach der 9. Klasse verlassen, an der CTR in der 10. Klasse einen guten Abschluss machen und dann zurück an das Gymnasium.“ Gilgenast hielt dies für einen guten Weg: Diese „Bypass-Regelung“ sei wichtig, um Schüler „aufzufangen“.

Beide Schulleiter betonten, dass die Eltern die intensive Zusammenarbeit der Schulen positiv aufnähmen. Gemeinsame Sprechtage sowie Kontakte zwischen den Eltern- und Schülervertretungen sollen weiter intensiviert werden, um die Übergänge von der Gemeinschaftsschule zum Gymnasium zu ebnen. Die Vereinbarung zur Zusammenarbeit sei kein Kooperationsvertrag, sondern eine Vorstufe dazu, machte Kayma deutlich. Ein solcher Vertrag würde das Gymnasium verpflichten, alle CTR-Schüler mit entsprechender Abschlussnote aufzunehmen und zusätzlich alle Abgänger von Gemeinschaftsschulen, deren Notendurchschnitt besser als der der CTR-Abgänger sei. Kayma: „Die Kapazitäten haben wir zurzeit nicht.“

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