Entscheidende Mankos : Zwei Eigentore und die Angst vorm Elfmeter

Michael Rohwedder (rechts) mit skeptischem Blick auf das Geschehen.
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Michael Rohwedder (rechts) mit skeptischem Blick auf das Geschehen.

Die Gegentreffer nach Standardsituationen und die schwachen Nerven kosten Jevenstedt den Titel.

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02. Juni 2014, 12:43 Uhr

Es war die Waffe, vor der Michael Rohwedder im Vorfeld der Partie den größten Respekt hatte. „Die Standardsituationen des ESV bereiten mir Kopfzerbrechen“, hatte der Jevenstedter Trainer erklärt. Zu seinem Leidwesen sollte er recht behalten.

Zunächst waren die Gäste aus Eckernförde nach einem Freistoß in Führung gegangen und kurz vor dem Ende der Partie war es eine Ecke, die dem TuS zum Verhängnis wurde. Zu allem Überfluss aber legten sich die Gastgeber die Bälle auch noch selber ins Netz. Timo Ruge köpfte zunächst ein und später bugsierte Thore Neben mit seinem Knie das Spielgerät ins eigene Tor. Einen Vorwurf wollte Rohwedder dahingehend aber nicht formulieren. „Daraus kann ich keinem der beiden einen Vorwurf machen. Das war unter Bedrängnis beziehungsweise unglücklich“, sagte der Coach. Aber irgendwie passte es ins Bild. Zwar kam auch Jevenstedt in der letzten Minute der Verlängerung zurück ins Spiel, aber das Glück war dennoch nicht auf Seiten des TuS. „Da war doch die eine oder andere unglückliche Schiedsrichterentscheidung dabei“, erklärte Sebastian Hehnke. In erster Linie dürfte er damit die Szene in der 34. Minute gemeint haben. ESV-Torhüter Tim Steingräber hatte einen bereits gefangenen Ball fallen gelassen und Hehnke hatte zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich eingeschoben. Der ansonsten gute Schiedsrichter Matz Lennart Simon aber versagte diesem Treffer die Anerkennung, weil Hehnke Steingräber den Ball aus den Händen geschlagen haben soll. Stimmte aber nicht, wie selbst die Eckernförder Seite zugestand.

Wenig Fortune hatten die Jevenstedter dann auch im Glücksspiel vom Elfmeterpunkt. Drei Schützen des TuS traten an – drei Mal scheiterten sie an Steingräber. Allerdings hat dieses Manko eine Vorgeschichte. „Wir haben von zwölf Elfmetern in dieser Saison sechs verschossen und vier erst im Nachschuss verwandelt“, sagte Rohwedder. Von daher kann man von einer chronischen Schwäche beim Elfmeter sprechen. Vor diesem Hintergrund war auch der Kommentar von Fußball-Obmann Oliver Maaßen einzuordnen: „Elfmeterschießen ist nicht gerade unsere Stärke“, hatte er unmittelbar vor dem Beginn der Entscheidung gesagt. Sein Gefühl sollte ihn nicht täuschen.

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