Büdelsdorf : Zwei Discounter ziehen um

Der Verkehr zum geplanten „Lidl“-Markt an der Hollerstraße  /  Ecke Konrad-Adenauer-Straße soll durch Ampeln geregelt werden.
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Der Verkehr zum geplanten „Lidl“-Markt an der Hollerstraße / Ecke Konrad-Adenauer-Straße soll durch Ampeln geregelt werden.

„Aldi“ und „Lidl“ investieren in den Standort Büdelsdorf. Die Stadtvertretung gab die geplanten Veränderungen jetzt frei.

shz.de von
09. März 2018, 18:00 Uhr

Die Büdelsdorfer Stadtvertretung gab am Donnerstag grünes Licht für die geplanten Standortveränderungen der Discounter „Lidl“ und „Aldi“. „Lidl“ will von der Sportallee 1 etwa 250 Meter stadtauswärts in einen Neubau an der Hollerstraße / Ecke Konrad-Adenauer-Straße umziehen.

Weil laut Verkehrsgutachten dann mit erhöhtem Fahrzeug- und Fußgängerverkehr zu rechnen ist und das Abbiegen erschwert wird, wurde das Planungsgebiet auf die Hollerstraße und das Einmündungsgebiet der Konrad-Adenauer-Straße ausgedehnt. Dieses war auch eine Forderung des für die Bundesstraße zuständigen Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), um dort eine Ampelanlage zu installieren. „Das kommt auch den Anwohnern des Gebiets Brandheide-Nord entgegen, die schon lange eine Ampelregelung fordern“, stellte Silke Schnoor vom Bauamt fest.

Um die Planungen für den bisherigen „Lidl“-Standort „im Griff zu behalten“, beschlossen die Stadtvertreter eine Veränderungssperre für die Flächen. Diese befinden sich in Privatbesitz. „Wir überplanen den gesamten Bereich an der Sportallee von der Grundschule bis zu ,Lidl‘ und wollen unseren Einfluss darauf behalten“, so Schnoor. Auf dem ,Lidl‘-Grundstück darf laut Einzelhandelsgutachten, das eine Überversorgung in Büdelsdorf feststellt, kein weiterer Lebensmitteleinzelhandel entstehen.

„Aus Sicht der Stadt wäre es wünschenswert, wenn dort etwas gebaut würde, was sich mit der umliegenden Bebauung verträgt“, sagte Silke Schnoor. Wenn das Grundschulzentrum in der Akazienstraße fertiggestellt ist, soll das Gebäude der Schule in der Sportallee abgerissen werden und Platz für eine Wohnbebauung machen.

Auch der Discounter „Aldi“ plant einen Neubau. Dieser soll an der gegenüber liegenden Seite des Parkplatzes am „Brunneck“ entstehen, an dem sich auch das bestehende Geschäft befindet. Dieses soll nach Fertigstellung des neuen Marktes abgerissen werden. Auf der Fläche sollen Parkplätze entstehen. „,Aldi‘ kann bauen“, stellte Schnoor fest. Die Vorarbeiten haben bereits im vergangenen Jahr begonnen, als die zukünftige Baufläche abgeholzt wurde.

Zudem wurde der Bebauungsplan 56 „Westliche Heimstraße – Kampstraße“ beschlossen. Ziel ist es, die vorhandene Struktur, die durch alte Siedlungshäuser bestimmt wird, zu erhalten, ohne diese unter Denkmalschutz stellen zu müssen.

Der „Lenkungsausschuss Neubau Heinrich-Heine-Schule“ wurde aufgelöst. Bürgervorsteher Horst Eckert bescheinigte dem Vorsitzenden Horst Beyer, der Ausschuss habe den Auftrag „zu vollster Zufriedenheit“ ausgeführt. Mit einer Urkunde zeichnete Eckert den CDU-Stadtvertreter Hans-Jürgen Bsdenga aus. Der 82-Jährige gehört der Vertretung seit 20 Jahren an und hat seinen Schwerpunkt im Ausschuss für Bildung, Familie und Freizeit.

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