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Neuwerk und Mastbrook : Zwei Bauprojekte auf der Zielgeraden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Rendsburger Bauausschuss stimmt den Entwürfen für den Bau einer Mehrzweckhalle in Mastbrook sowie die Erschließung des Geländes der Eiderkaserne zu.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 15:07 Uhr

Grünes Licht für zwei große Bauprojekte in Rendsburg: Die Siegerentwürfe für die moderne Mehrzweckhalle in Mastbrook sowie für die Erschließung des Geländes der ehemaligen Eiderkaserne (wir berichteten) haben bei den Mitgliedern des Bauausschusses großen Anklang gefunden. Auf ihrer Sitzung haben sie sich gestern Abend einstimmig für beide Konzepte ausgesprochen. Der Weg für detaillierte Bauplanungen in den Stadtteilen Mastbrook und Neuwerk ist damit geebnet. Jetzt muss nur noch die Ratsversammlung am 18. Dezember zustimmen.

Dass die Rendsburger großes Interesse an der baulichen Zukunft ihrer Stadt haben, wurde am Abend deutlich: Mehr als 30 Besucher waren gekommen und verfolgten interessiert den Präsentationen durch die Architekten und Stadtplaner. Der Siegerentwurf für die Mehrzweckhalle direkt neben der Schule Mastbrook war bereits vor knapp drei Wochen ermittelt worden. Architekt Filip Nosek vom Büro „a2f architekten Berlin“ hatte die Richter mit einem ungewöhnlichen Grundriss und einer geschickten Kombination aus Turnhalle, Clubräumen und weitläufigem Foyer überzeugt. Von außen besticht sein Entwurf durch eine Fassade aus dunklen Ziegeln und hellen Holzlamellen.

Besonders großen Applaus gab es von Schuldirektor Detlef Vogel und Konrektorin Susanne Büge. Sie und einige weitere Mitglieder des Lehrerkollegiums waren zur Sitzung gekommen. „Ich finde es grandios, dass der Ausschuss diesen Schritt jetzt gewagt hat. Wir sind vorsichtig optimistisch, dass es jetzt wirklich losgeht“, sagte er gegenüber der Landeszeitung. Die Planungen für das Gebäude seien schließlich schon seit Jahren im Gespräch, doch umgesetzt wurde bisher noch nichts. Dem jetzigen Entwurf kann Vogel nur Positives abgewinnen: „Es ist ein großer Wurf für Mastbrook und auch für die Stadt Rendsburg.“

Auch die Ausschussmitglieder hielten sich gestern Abend mit ihren Lobeshymnen auf die Mehrzweckhalle nicht zurück. Einen Stimmungswechsel gab es allerdings beim Thema Geld: Der Kostenrahmen liegt bei 3,8 Millionen Euro, doch der Architekt konnte am Abend schon verkünden: „Wir denken nicht, dass die 3,8 Millionen zu halten sind.“ Allerdings kann Rendsburg auf Unterstützung hoffen: Fast 54 Prozent der Summe könnte mit Fördergeldern ausgeglichen werden. Denn die Halle gilt als ein entscheidender Teil des Fördergebiets „Soziale Stadt Mastbrook“. Wenn alles nach Plan verläuft, soll der Bau bereits im Herbst 2015 beginnen.

Erfreut zeigte sich der Ausschuss auch über die Planungen für das Gelände der früheren Eiderkaserne zwischen Hohem Arsenal und Imland-Klinik. Jochen Füge, ein Stadtplaner aus Haan (Nordrhein-Westfalen), hatte die Preisrichter Anfang Oktober mit einer gelungene Naturanbindung, einem autofreien Kern sowie einer optisch passenden Ergänzung der denkmalgeschützten Gebäude überzeugt. Auf dem 19 Hektar großen Areal lassen sich bei Füges Entwurf rund 380 Wohneinheiten realisieren, wobei die Zahl je nach Haustyp variieren kann. Wenn auch bei diesem Projekt alles nach Plan verläuft, könnte 2016 gebaut werden.

Die Ausschussmitglieder einigten sich mit den Preisträgern darauf, auch weiterhin einen intensiven Austausch zu führen. „Anregungen durch den Bauausschuss sollen zu einem zufriedenstellenden Ergebnis auf beiden Seiten führen. Für uns ist Geld dabei auch immer ein massiver Faktor“, betonte der Vorsitzende Marc-Olaf Begemann (SPD).

 

 

 

 

 

 

 

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