Hohn : Zuwachs für Hohner Flieger

Eine Transall auf dem Flugplatz in Hohn.
Eine Transall auf dem Flugplatz in Hohn.

Die letzten Transall-Maschinen aus Wunstorf sind beim Lufttransportgeschwader 63 angekommen.

shz.de von
04. Juli 2015, 13:00 Uhr

Das Ende der Ära Transall C-160 als Transportflugzeug der Luftwaffe rückt immer näher. Für den Nato-Flugplatz Hohn bedeutet das jedoch zunächst einen Zuwachs. Seit gestern sind die letzten drei Maschinen vom Lufttransportgeschwader (LTG) 62 aus dem niedersächsischen Wunstorf in Hohn stationiert. Damit verfügt das LTG 63 nun über 23 Flugzeuge.

Mit dem Abzug der letzten drei Transalls konzentrieren sich die Wunstorfer nun voll auf den neuen Militärflieger A400M. Einer ist bereits dort, 39 weitere sollen einmal folgen. Der Verband wird der einzige A400M-Standort sein.

Der Hohner Verband hingegen ist die letzte Station für die über 50 Jahre alten Transall-Maschinen. Sowohl vom LTG 62 als auch 61 in Penzing (Oberbayern) sind bereits Maschinen nach Hohn verlegt worden. „Im Zuge des Zulaufs des A400M ist das ein fließender Prozess“, sagte Major Roman Ladenko vom Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe in Berlin. Der Transall-Flottenpool werde sich nach und nach auf das LTG 63 konzentrieren. „Hohn wird der Standort sein, den wir am längsten betreiben“, sagte er. Wie lange konnten weder Landenko noch LTG-63-Kommodore Oberst Hartmut Zitzewitz sagen. Über die Restlaufzeit des Flugplatzes hat es in den vergangenen Monaten immer wieder Spekulationen gegeben, auch von Berliner Verteidigungspolitikern. Doch laut Zitzewitz gilt nach wie vor das offizielle Datum Ende des Jahres 2018. Auch die aktuelle Verlegung der Wunstorfer Transalls habe keine Auswirkungen auf die Zukunft des Standorts. Damit gehe lediglich ein größerer Verfügungsbestand an Luftfahrzeugen einher. „Wir freuen uns über den Zuwachs, mehr aber auch nicht“, sagte der Kommodore.

„Mit den drei Luftfahrzeugen aus Wunstorf haben wir derzeit 23 Maschinen im Verfügungsbestand“, sagte der Sprecher des LTG 63, Oberstabsfeldwebel Matthias Müller. Im Hohner Buchungsbestand befinden sich sogar 27 Flugzeuge. Vier davon werden derzeit jedoch der „großen Inspektion“ im Airbus-Werk Manching unterzogen. Die dauert zwischen drei und sechs Monaten.

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