Jugendhandball : Zuversicht vor der Reise ins Ungewisse

Ihm stehen stressige Tage bevor: Eider Hardes Trainer Thies Schmalfeld.
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Ihm stehen stressige Tage bevor: Eider Hardes Trainer Thies Schmalfeld.

Eider Hardes A-Jugend-Handballer starten am Sonnabend in die Qualifikation zur Bundesliga.

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29. Mai 2015, 06:06 Uhr

Als wenn es nicht eh schon stressige Wochen für Thies Schmalfeld wären. Am Sonnabend startet der Trainer der A-Junioren-Handballer der HSG Eider Harde mit seiner Mannschaft in die Qualifikationsspiele zur Bundesliga. Zudem steckt der 36-Jährige mitten in den Hochzeitsvorbereitungen.

In Bad Schwartau steigt ab 14 Uhr die erste Runde in einem wahren Qualifikationsmarathon (siehe Infokasten links). Eider Harde trifft um 15.30 Uhr auf den gastgebenden VfL Bad Schwartau. Mit einem Sieg wäre das Ticket für die nächste Runde am darauf folgenden Wochenende in Berlin gebucht. Im anderen Fall hätte Eider am Sonnabend gleich noch eine Chance, wenn es gegen den Verlierer der Partie AMTV Hamburg gegen den HSV Hamburg ginge. Diese Partie würde Schmalfeld aber schon nicht mehr erleben, denn er muss am Abend pünktlich zu seinem eigenen Polterabend erscheinen. Dann würde dann Co-Trainer Thore Kuhrt das Coaching übernehmen.

Nach dem regulären Saisonende gönnte Schmalfeld seinen Spielern drei Woche Pause, bevor es am 20. April wieder in die Halle ging. „Ich bin mit der Vorbereitung eigentlich ganz zufrieden“, sagt der Trainer. Ganz einfach sei es natürlich nicht, den Rhythmus wieder aufzunehmen. Drei Testspiele hat das Team zwischenzeitlich bestritten, gegen den TSV Alt Duvenstedt sowie die erste und zweite Herrenmannschaft der HSG. „Wie aussagekräftig so etwas ist, muss man sehen “, sagt er. Es seien immer wieder Fortschritte zu erkennen gewesen, „aber es bleibt schwer einzuschätzen.“ Eine Bewertung des Gegners fällt ebenfalls nicht leicht. „Wir kennen einige Spieler von Bad Schwartau. Wie stark der VfL als Mannschaft ist, ist schwer zu sagen. Aus meiner Sicht ist das allerdings schon die härteste Aufgabe dieser Vierergruppe“, sieht Schmalfeld sein Team vor einer kleinen Reise ins Ungewisse.

Demnach hat sich das Team im Training in erster Linie auf die eigenen Stärken fokussiert. Und der Verlauf der abgelaufenen Oberliga-Saison mit keiner Niederlage und nur einem Remis hat gezeigt, dass die HSG alles andere als chancenlos in die Qualifikation geht. Das Selbstbewusstsein in Hohn ist dementsprechend groß. „Wenn wir einen guten Tag erwischen, möchte ich die Mannschaft erst einmal sehen, die uns schlägt“, so der Coach. Wichtig werde sein, dass neben dem schnellen Gegenstoßspiel die Defensive stabil steht. „Wir gehen davon aus, dass Bad Schwartau mit einer 6:0-Deckung gegen uns spielt. Daraufhin haben wir zunächst einmal trainiert“, verrät Schmalfeld. Den Angriff auf die Bundesliga geht Eider im Übrigen ausschließlich mit bewährten Kräften an. Externe Verstärkungen wären grundsätzlich möglich gewesen. „Es hätte ein Spieler sogar nur für diese Spiele zu uns kommen können, ohne den Verein zu wechseln. Aber junge Leute kann man offensichtlich nicht mal mehr mit der Aussicht auf die Bundesliga reizen. Das ist schon enttäuschend“, sagt Schmalfeld. Also hat er den Kader mit Jungs der A2 und B-Jugend ergänzt. „Wir sind auch so stark genug, und wir haben drei, vier Jungs dabei, die entscheidend sein können“, erklärt der Coach trotzig.

Im Erfolgsfall geht es am 6. Juni zur nächsten Runde nach Berlin. Dann ginge der Stress für Schmalfeld weiter, denn am Tag zuvor wird geheiratet. Von der Hochzeitsparty geht es direkt in die Bundeshauptstadt. Ein vorzeitiges Ende der Feier ist nicht zu befürchten: „Ich habe meiner Frau versprochen, bis zum Ende dabei zu sein.“ Es wäre quasi ein Tanz auf zwei Hochzeiten.

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