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Konzert in der Peter-Pauls-Kirche : Zuschauer werden zu Gospel-Sängern

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim Jahreskonzert in der Peter-Pauls-Kirche Hohenwestedt waren die Besucher begeistert von den Darbietungen. Mit viel Beifall wurden Zugaben von „Gospel & More“ erklatscht.

„Halleluja! Gelobt sei der Herr!“ Fast alle Songs von „Gospel & More“ sind Loblieder auf den Herrn. Beim Jahreskonzert des Gospelchors in der Peter-Pauls-Kirche gab es solche Lobpreisungen größtenteils in englischer Sprache, aber auch auf hoch- und plattdeutsch und zweimal sogar in afrikanischen Varianten zu hören.

„Rakanaki vangeri“ sang der Chor, als die Sängerinnen und Sänger an den mit über 150 Besuchern gefüllten Sitzbankreihen vorbei zur Bühne gingen: ein afrikanisches Loblied auf das Evangelium. Chorleiterin Inken Jensen-Klose kündigte ein „Feuerwerk der schönsten Lieder, die es zurzeit so gibt“, an, und der Chor legte los mit „Lobe den Herrn, meine Seele“ und „If we ever needed the Lord before“. Ein erstes Glanzlicht des Konzerts war eine sehr ruhige und feierliche Interpretation von „Swing low sweet chariot“ mit Angelika Wiese am Klavier. „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen“ sang der Chor, und dann war das Publikum das erste Mal zum Mitsingen aufgerufen, und zwar bei „You give us bread, vou give us wine“.

„Das ist ein tolles Erntedanklied“, meinte Inken Jensen-Klose, „und das wollen wir jetzt als dreistimmigen Kanon singen.“ Wer sich mangels Englischsprachpraxis den Text nicht zutraue könne genauso gut auch „nanana nanana“ oder „lalala lalala“ singen, vermerkte die Chorleiterin. Zum ersten Mal bei einem „Gospel & More“-Konzert zu hören war das Lied „Ein Engel für Dich“. „Das wurde beim Weltgebetstag gespielt“, erläuterte Inken Jensen-Klose, „und wir fanden den Text so großartig, dass wir das Lied in unser Repertoire aufgenommen haben.“

Inken Jensen-Klose leitet auch den Bünsdorfer Gospelchor „Just for joy“, aus dessen Reihen sie den Gitarristen Rainer Dähling für einen Gastauftritt in Hohenwestedt rekrutiert hatte. Der Bistenseer hatte seinen ersten Einsatz bei „Ein Engel für Dich“ und unterstütze den Chor später auch noch bei „Jesus is my salvation“ und „Halleluja“. Den dreistimmigen Chorsatz für „You raise me up“ hatte Peter-Pauls-Kantor Norbert Klose komponiert, wie seine Ehefrau Inken Jensen-Klose lobend erwähnte.

Ein geplanter Auftritt des Grundschulchors aus Timmaspe musste ferienbedingt ausfallen. Stattdessen gab es „Zwischentöne – ein Versuch“ (so die Ankündigung im Konzertprogramm). „Ich möchte alle Kinder, die heute in der Kirche sind, bitten, zu mir nach vorn zu kommen“, startete Inken Jensen-Klose ein spontanes Chorprojekt: „Ihr kennt doch die tolle Sendung ‚Das Super-Talent’, da stehen auch alle vorn auf der Bühne, also wo ist das Problem?“ Acht Mädchen und Jungen wurden mit Smarties-Percussions als „Klöterdingern“ ausgestattet („die dürft Ihr nachher essen“) und sangen „Auf der Mauer auf der Lauer“. „Chorsingen ist was ganz Tolles“, gab Inken Jensen-Klose den Kindern mit auf den Weg, „da kann man gar nicht früh genug mit anfangen.“

Auch beim zweiten Publikumskanon war der Text nicht allzu kompliziert („Gloria, Gloria, Gloria – Gloria, Gloria, Gloria“), für Inken Jensen-Kloses Geschmack waren die Konzertgäste aber noch etwas zu leise: „Das hätte ich gern noch ungefähr 16 Dezibel lauter.“ Nach dem feierlichen Finale mit „Stay with us, oh Lord“ und „All night, all day“ gab es minutenlangen Beifall, woraufhin der Chor noch zwei Zugaben folgen ließ: „Sandyland“ und „Sing Halleluja unserem Herrn“.

„Das war ein tolles Konzert“, befand Inken Jensen-Klose und machte Werbung für die wöchentlichen Probenabende von „Gospel & More“ im Thomashaus, die nach den Herbstferien am 22. Oktober (18.30 Uhr) wieder beginnen.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 12:00 Uhr

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