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Landeszeitung

18. Oktober 2017 | 17:12 Uhr

Aukrug : Zur Wahl stehen zehn Kandidaten

vom

Aukruger wählen neuen Kirchengemeinderat.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 08:39 Uhr

AUKRUG | "Jetzt haben Sie am 26. Mai die Qual der Wahl", wandte sich Pastorin Christina Leykum an die Kirchenbesucher in Innien, nachdem sich die Kandidaten für die Kirchengemeinderatswahl vorgestellt hatten. Die Neuwahl am 26. Mai ist insofern von besonderer Bedeutung, als die Kirchengemeinde Aukrug schon seit acht Monaten keinen eigenen Kirchenvorstand mehr hat, sondern von einem sogenannten "Beauftragtengremium" des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde verwaltet wird. Im September 2012 hatte sich der Aukruger Kirchengemeinderat durch den Rücktritt diverser Mitglieder selbst handlungsunfähig gemacht. Als die Zahl der Kirchenvorsteher von zehn auf fünf gesunken war, konnte der kirchliche Gemeinderat seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen, und der Kirchenkreisrat sah sich gezwungen, ein fünfköpfiges Beauftragtengremium einzusetzen, mit dessen Leitung Insea Eggert aus Rendsburg betraut wurde.

Bei einer Gemeindeversammlung am 28. Oktober erläuterte Propst Matthias Krüger die besondere Situation der Kirchengemeinde (wir berichteten), und seit dieser Versammlung lagen in der Aukruger Kirche Informationsflyer zur Neuwahl des Kirchengemeinderats aus, in denen Wahlkandidaten gesucht wurden: "Frauen und Männer, die Bereitschaft, Lust und Interesse an der Arbeit des Kirchengemeinderats mitbringen." Am 31. März endete die Frist für die Einreichung der Wahlvorschläge. Je fünf Frauen und Männer waren zur Kandidatur bereit, und bis auf Erwin Krzykala (66 Jahre) waren nun alle bei der Kandidatenvorstellung im Anschluss an den Gottesdienst dabei.

Organist Sascha Brauer (41) aus Hohenwestedt würde gern durch "den Blick von außen" für neue Impulse im Kirchengemeinderat sorgen, Kandidatin Alexandra Dittmer (27) möchte vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit mithelfen, Magret Hauschildt (57) wünscht sich neue Aktivitäten im kulturellen Bereich, Ingo Pahlke (70) will ebenfalls gern bei der Suche nach neuen Wegen des Gemeindelebens mitwirken, Elke Rixen (71) interessiert sich insbesondere für Themen wie Seniorenarbeit, Gottesdienstgestaltung und Kirchenmusik, Jürgen Sauer (66) aus Mörel möchte seine pädagogischen und rechtlichen Kenntnisse in die Gestaltung des Gemeindelebens einbringen, Alexandra Schacht (42) will sich vor allem für den Erhalt des kirchlichen Kindergartens einsetzen, Heidemarie Seider (71) gehört dem Kirchenvorstand bereits seit 34 Jahren an und möchte das Gremium auch weiterhin unterstützen, und Jörg Uhrhammer (49) will "alte Zöpfe abschneiden und für ein bisschen frischen Wind" sorgen.

"Ich freue mich, dass wir zehn so fähige Kandidaten haben", sagte Pastorin Christina Leykum und formulierte ein Hauptziel der zukünftigen Kirchenvorstandsarbeit: "Wie gestalten wir das gemeindliche Leben so, dass Jung und Alt bei uns zusammenkommen?"

Die Kirchengemeinderatswahl findet am Sonntag, dem 26. Mai (8 bis 18 Uhr), im Gemeindehaus neben der Kirche in Innien statt. Die fünf Kirchenvorsteher mit den meisten Stimmen werden gewählt, weitere zwei werden "berufen", und auch die Pastorin wird wie gewohnt zum neuen Kirchengemeinderat gehören. "Aber diese acht Leute sind nicht genug", betonte Christina Leykum, "die Mitglieder des Kirchengemeinderats müssen Multiplikatoren sein, wir brauchen auch eine zweite Welle’ von weiteren Menschen, die bereit sind, bei der Gestaltung des Gemeindelebens zu helfen."

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