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Meggerdorf : Zur Belohnung ein neues Halsband

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eckhard Sievers hat mit seinen Border Collies „Joe“ und „Sid“ erfolgreich bei den Deutschen Meisterschaften der Hütehunde abgeschnitten.

Nach einem Jahr Wettkampfpause lief Eckhard Sievers mit seinen Hütehunden bei den Deutschen Trial-Meisterschaften in Wester-Ohrstedt (Nordfriesland) gleich wieder zu gewohnter Spitzenform auf und eroberte sogar zwei Podestplätze: mit Border Collie „Joe“ wurde Sievers Vizemeister, mit „Joes“ Vater „Sid“ Dritter. Die nächsten Ziele des Meggerdorfers sind die Europameisterschaft 2016 in Finnland und Weltmeisterschaft 2017 in Holland.

Seit 20 Jahren nimmt Eckhard Sievers mit seinen Border Collies sehr erfolgreich an Hütewettkämpfen teil. Zweimal wurde der Meggerdorfer bislang Deutscher Meister (2011 und 2013), viermal Deutscher Vizemeister (2007, 2010, 2011, 2013) und fünfmal Dritter im Finale der DM (2001, 2005, 2006, 2008, 2009). Als Saisonbester hatte Sievers schon neunmal die Ehre, die deutsche Trial-Nationalmannschaft bei Welt- und Europameisterschaften als Teamkapitän anzuführen – auch beim sensationellen Mannschafts-Vize-WM-Titel der Deutschen 2005 in Irland. Nach der WM 2014 in Schottland beschloss der Trophäensammler, erstmal eine Pause einzulegen. „Der Biss war irgendwie weg, ich hab ja auch schon genug erreicht“, erzählt Sievers, „man muss außerdem bedenken, dass das ein sehr zeitraubendes Hobby ist, das viel Energie kostet.“ Als ihm nun im Vorfeld der DM 2015 einfiel, dass sein „Sid“ (Champion 2011 und 2013) die Chance hätte, als erster deutscher Hund überhaupt seinen dritten DM-Titel zu hamstern, war die Motivation auf einmal wieder da. „Da hab ich wieder Blut geleckt und die vergangenen sechs Wochen sehr intensiv trainiert.“

In Wester-Ohrstedt mussten die als widerspenstig geltenden Texelschafe gehütet werden. „Dazu braucht man einen Hund mit Kraft und Ausstrahlung wie meinen Rowdy Sid“, erklärt Sievers. In Insider-Kreisen galt „Sid“ darum auch als Favorit auf den DM-Titel. In Wester-Ohrstedt trafen sich die besten 37 Trial-Teams aus ganz Deutschland. „Man spricht immer vom Team – Hund und Halter werden nie getrennt aufgeführt“, erläutert Sievers, der seine Hunde beim Wettkampf fast ausschließlich mit Pfiffen, gelegentlich auch mit gerufenen Kommandos dirigiert. Beim Hütewettkampf müssen die Hunde im Rahmen eines Parcours‘ zeigen, dass sie alle verlangten Trial-Elemente beherrschen, unter anderem das Umrunden der Herde, das vorsichtige „Aufnehmen“, das Wegtreiben, auch das Quertreiben und das Trennen einzelner Tiere aus der Herde. An den ersten beiden Tagen des Wettkampf-Wochenendes in Wester-Ohrstedt standen Qualifikationsläufe für die EM 2016 auf dem Programm, bei denen eine fünfköpfige Schafherde gehütet werden musste. Hier behielt der siebenjährige „Sid“ als Zweitplatzierter noch die Oberhand über seinen Sohn „Joe“, der auf dem fünften Platz landete. Am abschließenden Wettkampftag fand das große DM-Finale statt, bei dem die Hütehunde zwei jeweils zehnköpfige Schafherden gleichzeitig durch einen Doppelparcours treiben mussten. Den Deutschen Meister-Titel holte sich Dr. Viola Hebeler aus Nordrhein-Westfalen mit „Gismo“ (131 Punkte). Die Meggerdorfer Border Collies landeten beide auf dem Podium: „Joe“ (112) wurde bei seinem ersten großen Wettkampf auf Anhieb Zweiter vor seinem Vater „Sid“ (105). „Sohn schlägt Vater“, meint Sievers, der sich über die erfolgreiche DM-Premiere des knapp vier Jahre alten „Joe“ freut, mit seinem „Sid“ aber natürlich auch gern den dritten DM-Titel gefeiert hätte. Für „Joe“ gab es am nächsten Tag eine besondere Belohnung: „Ein schickes neues Halsband – das hat er sich verdient.“

Neben „Sid“ und „Joe“ hat Sievers für die neue Trial-Saison noch ein drittes heißes Eisen im Feuer: den noch nicht ganz zwei Jahre alten „Cap“. „Das ist ein echtes Juwel“, meint sein Besitzer über „Cap“, den er sich im Welpenalter in Schottland gekauft hat: „Von dem Hund bin ich jetzt schon schwer begeistert.“ „Bod“, „Del“, „Lyn“, „Sid“, „Joe“, „Cap“, „Piet“ – die Namensgebung bei Hütehunden ist eine ziemlich einsilbige Angelegenheit. „Beim Trial muss es beim Kommandogeben schnell gehen“, sagt Sievers, „Zeit ist Geld.“

 

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