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Landeszeitung

18. Oktober 2017 | 19:24 Uhr

Zum Abschied ein Jagdmesser

vom

Ernst August Ove legt Vorsitz der Birkhegegemeinschaft nieder

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hohn | "Ich packe das Amt noch einmal an", hatte Ernst August Ove aus Dellstedt, der Vorsitzende der Birkhegegemeinschaft "Mitteleider", im vorigen Jahr mitgeteilt. In der Versammlung in diesem Jahr stellte Ove sein Amt endgültig zur Verfügung. Bis zur Wahl eines Nachfolgers - erst im nächsten Jahr - übernimmt der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Scharp kommissarisch die Leitung.

Ove war seit der Gründung der Hegegemeinschaft 14 Jahre lang Stellvertreter; seit dem Tod des Vorsitzenden Max Bruhn (Hamdorf) vor 19 Jahren rückte der Dellstedter an die Spitze. Als Dank für Oves Bemühen um die Wiederansiedelung des in dieser Region fast verschwundenen Birkwildes überreichte Klaus Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdschutzverbandes, dem verdienten Mitstreiter das "Ehrenmesser" seines Verbandes, eine selten verliehene Auszeichnung.

Die Moorvernässung sei kritisch zu hinterfragen, stellte der Präident in seinen Ausführungen fest. Die Landschaft verändere sich; die Kulturlandschaft müsse jedoch erhalten bleiben. "Bewirtschaften - erhalten - jagen", diese Maximen hülfen der Landschaft mehr als jeder massive Eingriff in die Natur, der der Artenreichtum von Flora und Fauna in ihrer ganzen Vielfalt schade.

"Seit 30 Jahren ist das Thema Wiederbelebung mit Birkwild in der Hegegemeinschaft aktuell", stellte Johann Böhling, der Leiter der Obersten Jagdbehörde im Ministerium für Energiewende, Umwelt und Ländliche Räume, fest. Es gehöre ein ungeheurer Idealismus dazu. Dennoch sei es sinnvoll, weiterzumachen.

Der Bericht des scheidenden Vorsitzenden Ernst August Ove thematisierte die erfolgte Auswilderung von 41 "Stück" Birkwild in Christiansholm aus einer Auftzuchtstation in Vechta. "Einige wurden danach gesehen, unser Problem sind die Habichte als ärgste Feinde", bedauerte Ove. Auch die Gesamtstrecke von 500 Füchsen in drei Fuchsjagden reichten nicht aus, ein gesundes Gleichgewicht im Wildaufkommen zu erreichen. Ansonsten dankte Ove den Landwirten Thomas Sievers und Vater Klaus Sievers aus Hohn für den Anbau von Schwarzhafer, der, mit Weizen gemischt, zur Äsung für das Birkwild ausgeschüttet wird.

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