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Liedertafel feiert : Zum 170. „Geburtstag“ feiert die Liedertafel mit der ganzen Westbahn

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Seit 170 Jahren gibt es die Hademarscher Liedertafel von 1843. Das Jubiläum wird am Sonntag gemeinsam mit anderen „Westbahn“-Chören gefeiert. Über neue Chorsänger würde sich die Liedertafel freuen.

170 Jahre sind ein stolzes Alter. So lange schon existiert die Hademarscher Liedertafel von 1843. Das wird am Sonntag, dem 1. September, mit einem Sängerfest in der Sporthalle „auf den Bergen“ in Hanerau-Hademarschen gefeiert. „Westbahn-Singen“ lautet der Titel der Veranstaltung, die um 14 Uhr mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken für alle Gäste und die teilnehmenden Chöre beginnt. Nach der Begrüßung und einigen Grußworten beginnen die Liedvorträge der Chöre.

Die kommen aus Orten entlang der ehemaligen Westbahn-Strecke (eröffnet 1877) der westholsteinischen Eisenbahn-Gesellschaft, die Neumünster mit Heide verband und schon vor dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals (ehemals Kaiser-Wilhelm-Kanal, 1895 in Betrieb genommen) und der Grünentaler Hochbrücke (1892) existierte. So werden am 1. September aus Schenefeld der Frauenchor „Musica“ sowie die Liedertafel „Concordia“ erwartet, aus Aukrug reist der VHS Frauen-Chor an, aus Beringstedt wird der gemischte Chor erwartet, ebenso wie der Hohenwestedter Gesangverein. Ergänzt wird der Sängerreigen durch die Oelixdorfer Liedertafel, den Feuerwehrzug des Altamtes Hademarschen, den Frauenchor Hademarschen und Frauenchor „Frohsinn“ Beldorf, die beide dieses Jahr 45 Jahre alt werden. Seit zehn Jahren existiert zudem eine Chorgemeinschaft zwischen Beldorf und Hademarschen.

„Natürlich würden wir uns sehr darüber freuen, wenn die Hademarscher mit dem Schmücken ihrer Grundstücke einen Beitrag zu unserer Jubiläumsfeier leisten würden“, sagt Wolfgang Krämer, Chormitglied und Mitorganisator des Westbahn-Singens. Das Sängerfest sei etwas Besonderes ebenso wie der Anlass der Feier. Denn: „Es ist ein Wunder, dass sich der Männerchor so lange gehalten hat“, sagt Krämer und betont, dass für diesen Erhalt viel getan werden müsse.

Die Liedertafeln in Schleswig-Holstein entstanden in etwa zur selben Zeit um die Jahre 1841 bis 1843 und später, als das Land noch dänisch besetzt war. Politische Aktivitäten oder Versammlungen, die sich gegen das Dänische Königshaus hätten richten können, waren verboten. So gründeten sich die Liedertafeln als versteckte Versammlungen, bei denen politisch diskutiert werden konnte. „Bei einer Kontrolle wurde dann einfach gesungen“, erzählt Krämer.

Bei den Übungsabenden (jeden Dienstag von 20 bis 22 Uhr in Struves Gasthof) werde sich unterhalten und zusammen gesungen. Das Liederrepertoire reicht vom Volkslied bis hin zu modernen Stücken: „Zurzeit üben wir Lieder von Santiano und den Toten Hosen ein“. Zum Erhalt des Chores gehöre es nun einmal, sich den wandelnden Zeiten anzupassen, um auch jüngere Mitglieder für das Mitmachen begeistern zu können. Derzeit besteht die Hademarscher Liedertafel aus 29 Aktiven. Vorsitzender ist Detlef Voß. Wer seine Freizeit musikalisch gestalten möchte, kann sich bei Wolfgang Krämer unter 04872/9682899 oder per E-Mail an wo.kraemer46@t-online.de melden.

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erstellt am 26.Aug.2013 | 16:27 Uhr

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