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Mehr Fahrzeuge unterwegs : Zulassungsstelle: Zahl der Autos im Kreis steigt rasant

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

252 000 Fahrzeuge sind derzeit angemeldet – 37 000 mehr als vor fünf Jahren.

shz.de von
erstellt am 17.Jan.2016 | 06:00 Uhr

Die Zulassungszahlen steigen seit Jahren rasant. Ob Autos, Motorräder, Lastwagen, Traktoren, Wohnmobile oder auch Anhänger – auf den Straßen sind immer mehr von ihnen unterwegs. Wenn es so weiter geht, wird es nicht mehr lange dauern, bis auf jeden Einwohner im Kreis Rendsburg-Eckernförde ein Fahrzeug kommt. Das zeigen auch die jüngsten Zahlen, die die Zulassungsstelle jetzt auf Nachfrage der Landeszeitung vorgelegt hat.

Im vergangenen Jahr waren im Kreis mit seinen rund 268  000 Einwohnern etwas mehr als 252  000 Fahrzeuge angemeldet. 2014 waren es noch gut 247  000. Die Steigerung um rund 5000 Fahrzeuge entspricht rund zwei Prozent. Auch in den Jahren zuvor kamen jährlich mehrere tausend Fahrzeuge hinzu. Während 2010 noch knapp 215  000 auf den Straßen unterwegs waren, stieg die Zahl zum Ende des Jahres 2013 um rund 28  000 auf insgesamt etwa 243  000.

Die Zunahme betrifft vor allem Autos. Deren Anteil betrug 2015 gut 173  000 Stück – knapp 70 Prozent am Gesamtfahrzeugbestand. Zwei Jahre zuvor betrug die Zahl etwas mehr als 164  000 Autos. Damit waren es vor allem diese Fortbewegungsmittel, die die Steigerung von 10  000 Fahrzeugen am Gesamtbestand in diesem Zeitraum ausmachten.

Fachgruppenleiter „Zulassung und Fahrerlaubnis“, Gerd Hackbart, und seine Chefin, die Fachdienstleiterin Barbara Rennekamp, führen die starken Zuwächse auf die ländliche Struktur des Kreises Rendsburg-Eckernförde zurück. Um auf dem Land von A nach B zu gelangen, seien viele Bürger auf das Auto angewiesen. Der öffentliche Nahverkehr reiche häufig nicht aus, um zwischen den Dörfer und den Städten unterwegs zu sein. „In größeren Städten ist das anders, dort hat jede Familie oftmals nur ein Auto“, sagt Barbara Rennekamp. Ein weiterer Grund für die hohe Zahl der angemeldeten Fahrzeuge könne auch in der Verbreitung von Landmaschinen und Anhängern liegen, die die Bauern für ihre Arbeit brauchten.

Die Zulassungsbehörde mit ihrer Hauptstelle im Rendsburger Kreishaus sowie ihren Außenstellen in Hohenwestedt, Eckernförde und Altenholz hat 2015 knapp 91  000 Fälle bearbeitet, also Fahrzeuge an-, ab- oder umgemeldet. Das sind rund 1400 mehr als 2014, aber 6500 weniger als noch 2013. Unter den Anmeldungen befanden sich 2015 rund 10  200 Neufahrzeuge. Diese Zahl ist über die vergangenen fünf Jahre gesehen stabil.

Die Anzahl der Elektro-Autos hat sich in den vergangenen zwei Jahren nahezu verdoppelt. Gegenüber dem Gesamtfahrzeugbestand fällt ihr Anteil jedoch klein aus. Während 2013 noch 41 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf den Straßen fuhren, waren es im vergangenen Jahr 79. Das entspricht gerade einmal 0,03 Prozent aller Fahrzeuge. Ziel der Bundesregierung ist, dass bis zum Jahr 2020 zwei Prozent aller Autos elektrisch betrieben werden.

Bei den Anmeldungen ist es inzwischen möglich, nach einem Umzug aus einem anderen Kreis nach Rendsburg-Eckernförde sein altes Kennzeichen einfach zu behalten. Immer mehr Fahrer machen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Im vergangenen Jahr waren es rund 8200. Sie sind zwar im Kreis gemeldet, ihr Auto trägt aber noch ein Nummernschild mit auswärtigen Kürzeln wie „KI“ für Kiel oder gar „BO“ für Bochum.

Andersherum wohnt nicht jeder Besitzer, dessen Auto eine heimische Kennung trägt, im Kreis Rendsburg-Eckernförde: Rund 6400 ehemalige Einwohner haben ihr Kennzeichen 2015 in einen anderen Kreis oder in eine andere Stadt mitgenommen. Auch die Gruppe derjenigen, die lieber „ECK“ auf ihrem Nummernschild sehen wollen als das Kürzel „RD“, nimmt immer weiter zu. Zum Stichtag Mitte Dezember gab es etwa 22  500 Autos mit dem Erkennungsmerkmal des alten Kreises Eckernförde. Die Möglichkeit dazu gibt es seit 2013. Noch im selben Jahr entschieden sich gleich fast 10  000 Kraftfahrzeughalter für die nostalgische Ziffernfolge. 2014 waren schon 16  400 Autos mit „ECK“ unterwegs. Inzwischen gehören die drei Buchstaben wieder zum Alltag auf den Straßen im Kreis.

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