zur Navigation springen
Landeszeitung

24. Oktober 2017 | 08:16 Uhr

Zu wenig Fahrgäste im Shuttlebus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zubringer aus Schacht-Audorf zum Bahnhaltepunkt Schülldorf steht auf der Kippe

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2015 | 11:33 Uhr

Seit dem 5. Januar fährt ein Shuttlebus aus Westerrönfeld, Osterrönfeld und Schacht-Audorf zum Bahnhaltepunkt in Schülldorf. Das Angebot ist bisher allerdings nicht so gut angenommen worden, wie von den Beteiligten erhofft. „Ich habe festgestellt, dass die Fahrgastzahlen bedenklich sind. Sie reichen nicht aus für den Aufwand, den wir betreiben“, fasst Schacht-Audorfs Bürgermeister Eckard Reese zusammen. Die Gemeinde beteiligt sich mit 35  000 Euro an den zusätzlichen Kosten, die durch die Anbindung Schacht-Audorfs entstehen. Er habe sich vorgenommen, das Angebot noch zwei Monate lang zu beobachten: „Es muss ja erst einmal anlaufen, man darf das Angebot jetzt nicht gleich kippen. Ich habe aber auch festgestellt, dass für die Strecke zu wenig Werbung gemacht wird.“

Das soll sich bald ändern, weiß Dr. Martin Kruse, zuständiger Fachdienstleiter für Regionalentwicklung, Bauen und Schule beim Kreis Rendsburg-Eckernförde: Mit Werbeflyern solle bald auch diese Strecke beworben werden. Ansonsten teilt er Reeses Auffassung: „Die Fahrgastzahlen sind nicht gerade üppig und reichen noch nicht aus. Das Angebot muss sich aber auch erst einmal rumsprechen.“ Seiner Meinung nach sei es zu früh, nach sieben Wochen schon ein Urteil zu fällen. Die Linie zwischen Westerrönfeld, Osterrönfeld und Schülldorf sei mit 457 Fahrgästen zwischen dem 5. und 31. Januar zum Beispiel deutlich besser angenommen worden als die Verbindung aus Schacht-Audorf (104 Fahrgäste im selben Zeitraum). „Diese Zahlen sind nicht belastbar, es lassen sich keine verlässlichen Prognosen daraus ableiten. Wir werden sie weiterhin beobachten und zu gegebener Zeit evaluieren, wie das Angebot angenommen wurde. Gegebenenfalls kann man dann nach Alternativen suchen.“

Auch für Eckard Reese steht fest, dass er die Notbremse ziehen muss, wenn die Fahrgastzahlen nicht steigen. Eine Möglichkeit sei, einen Bürgerbus als Shuttlebus fahren zu lassen. Dafür müsse die Initiative von den Bürgern ausgehen und ein Verein gegründet werden. „Das hätte den Charme, dass Kreis und Gemeinde ihre Investitionen sparen würden“, sagt er. Wie teuer ein Bürgerbus wäre, konnte Reese gestern nicht sagen, da er die kommenden Monate erst einmal abwarten will. Er geht aber davon aus, dass die Ausgaben erheblich geringer wären. Kruse lobte die Bemühungen der Gemeinde, die Situation zu optimieren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen