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Zoff um die Wahl - Einigkeit beim Sportplatz

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erstellt am 17.Aug.2013 | 07:26 Uhr

Osterrönfeld | Zwei Themenbereiche bestimmten die Sitzung der Gemeindevertretung im Bürgerzentrum "Alter Bahnhof": Die Sanierung der Sportanlagen und ein Einspruch gegen die Gültigkeit der Gemeindewahl am 26. Mai.

Christian Hauck, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, hatte bemängelt, dass die Öffentlichkeit bei der Feststellung des Wahlergebnisses zwischen 18.05 und 18.45 Uhr nicht gegeben gewesen sei. Der Hausmeister der Schule habe einem Bürger den Zugang zum Wahlraum versagt. Die Hinweisschilder zum Wahlraum seien nach der Wahl entfernt worden. Der Raum sei verschlossen gewesen.

Doch die Gemeindewahl wurde für gültig erklärt, weil keine Rechtsverletzungen festgestellt werden konnten, die Einfluss auf die gesetzmäßige Zusammensetzung der Gemeindevertretung hätten, so die Begründung. Vor und nach diesem einstimmigen Beschluss wurde allerdings äußerst emotional diskutiert. Der Wahlvorstand Werner Jakobsen warf Hauck einen "Angst einflößenden Auftritt" im Wahlraum vor. "Sie haben uns unterstellt, die Wahl manipuliert zu haben. Wir sind massiv beschuldigt worden. Sie wollten uns einschüchtern."

Der Gemeindevertreter Raimer Kläschen entrüstete sich: "Sie beschädigen das Ehrenamt, sie beschädigen Leute persönlich - das ist das Letzte. Und sie entschuldigen sich nicht dafür." Hauck erwiderte, dass es im Wahlraum ehrabschneidende Äußerungen gegen seine Person gegeben habe und er sich daher nicht entschuldige. Für ihn sei "die Sache erledigt".

Ruhig und sachlich wurde die Sanierung des gemeindeeigenen Sportplatzes beraten. Ein Kunstrasenplatz von 100 mal 64 Metern, ein Kleinfeld von 55 mal 35 Metern, ein Mehrzweckfeld, zwei Laufbahnen, eine Weitsprunganlage - so umfassend soll die Sportanlage am Achterkamp saniert werden. Der Landschaftsarchitekt Arne Stiller aus Kiel stellte diese "große Lösung" vor, für die Kosten in Höhe von 1,465 Millionen Euro entstehen. Ohne das Mehrzweckfeld fallen 1,345 Millionen Euro an. Ohne Kleinspielfeld belaufen sich die Kosten auf 1,209 Millionen Euro. Aber: "Wir favorisieren die große Lösung", gab der Vorsitzende die Empfehlung des Verkehrs- und Werksausschusses bekannt. Der Planer habe ein schlüssiges Konzept vorgelegt. Als Problem sehe er die Finanzierung. Für die Sanierung des Sportplatzes sind in diesem Jahr 800 000 Euro, im nächsten Jahr 300 000 Euro im Haushalt eingeplant. Es gelte jetzt, Einsparungspotentiale herauszuarbeiten, forderte Manfred Trompf.

Es ist ein gewaltiges Projekt, stellte Bürgemeister Sienknecht fest. "Aber gute Sportanlagen sind ein Stück Lebensqualität." Eine Projektgruppe mit Vertretern aller Fraktionen soll mit dem Planer zusammen die Kosten optimieren. Als Baubeginn wurde das Frühjahr 2014 anvisiert.

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