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Hohenwestedt : Zeugnisse von einem gelebten Glauben

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eine neue Ausstellung im Heimatmuseum: „Glaube und Wort in Mittelholstein“. Der Museumsverein ist auf der Suche nach besonderen Ausstellungsstücken.

Unter dem Motto „Glaube und Wort in Mittelholstein“ steht die neue Ausstellung im Heimatmuseum Hohenwestedt, die am 31. Oktober mit einem kulturgeschichtlichen Vortrag von Pastor Christian Carstens eröffnet wird. Der Museumsverein sucht noch alte Bibeln, Konfirmationstafeln oder Familientaufbecken aus der Bevölkerung, die auf Leihbasis als Ausstellungsexponate zur Verfügung gestellt werden.

„Über Jahrhunderte prägte die Kirche das Leben in unseren Familien: von der Taufe bis zur letzten Ruhe“, stellt Museumsvereins-Chef Heino Redinger fest, „in vielen Familien haben sich Zeugnisse von einem gelebten Glauben erhalten, vor allem in Form von alten Bibeln, Gesang- und Gebetbüchern oder Konfirmations- bzw. Taufsprüchen.“ Auch im Hohenwestedter Heimatmuseum gibt es zahlreiche alte Bücher, die in den Familien von Generation zu Generation weitergeben wurden und schließlich durch Schenkung in der Museumssammlung gelandet sind.

Warum waren gerade Bücher für die Familien von so großer Bedeutung? Und was verbanden die Menschen im Norden mit dem Wort Gottes? Diese Fragen wollen der Museumsverein und Pastor Christian Carstens gemeinsam beantworten: mit einer Ausstellung und einer besonderen Eröffnungsveranstaltung am geschichtsträchtigen Reformationstag. Am Freitag, 31. Oktober (18 Uhr), wird Pastor Carstens im Museum die Ausstellung „Glaube und Wort in Mittelholstein“ eröffnen und an einer Vielzahl von Beispielen zeigen, wie in den Häusern und Höfen der Umgebung der christliche Glaube auch außerhalb der Kirche gelebt wurde. Der Geistliche will der Frage nachgehen, warum das Wort der Bibel den Menschen zu einem größeren Selbstbewusstsein und einem lebendigen Glauben verhalf und in wieweit Bibeltexte noch immer unsere moderne Gesellschaft prägen. Die gegenseitige Beeinflussung von Buchdruck und Reformation ist etwas, was der Pastor ganz besonders spannend findet. „Da gibt es eine interessante Wechselwirkung“, sagt Carstens, „und wenn wir gucken, wie die Verbreitung von neuen Medien begonnen hat, stellen wir fest: Unsere heutige absolute Mediengesellschaft hat ihren Ursprung bei Gutenberg.“

Um eine möglichst umfang- und facettenreiche Ausstellung gestalten zu können, bittet der Museumsverein um Leihgaben aus der Bevölkerung. „Eventuell haben die Leute auf ihren Dachböden ja noch versteckte Schätze wie ein Familientaufbecken, Bilder oder Fotorahmen mit Bibelsprüchen oder alte Bibeln, Konfirmationstafeln oder Gesangbücher aus den Jahren vor 1900“, meint Redinger und startet einen Aufruf: „Stellen Sie diese Exponate dem Museum leihweise für die Ausstellung zur Verfügung oder bringen Sie diese doch einfach zur Eröffnung mit. Es wird genügend Zeit zur Verfügung stehen, diese einmal zu zeigen und sogar die eine oder andere Geschichte zu erzählen, die Sie in Ihrer Familie damit verbinden.“

Die Exponate können während der Öffnungszeiten (donnerstags und sonntags, jeweils von 14 bis 17 Uhr) im Museum abgegeben werden. Nach der Eröffnung am 31. Oktober läuft die Ausstellung noch bis zum 10. Dezember.

 

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erstellt am 21.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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