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Nach Grossfeuer in Rendsburg : Zerstörtes Autohaus – Millionenschaden

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Großfeuer in Rendsburg: Am Dienstagnachmittag bricht ein Feuer in einem Autohaus aus. Die Feuerwehr ist bis in den frühen Morgen damit beschäftigt, den Brand zu löschen.

Rendsburg | Als Jennifer Hansen aus dem Fenster schaute, sah sie Flammen und Rauch. Die 18-Jährige wohnt in der Kollunder Straße – genau gegenüber vom Autohaus Fräter. Sofort griff die junge Anwohnerin zu ihrem Smartphone und schoss um 16.34 Uhr das vielleicht erste Handyfoto vom Großbrand, bei dem das Autohaus Fräter zerstört wurde und dessen Rauchsäule später in der ganzen Region zu sehen war. Menschen wurden nicht verletzt, die Löscharbeiten dauerten bis in den Abend an. „Gegen 23.30 Uhr war das Feuer aus“, sagte Polizeisprecher Rainer Wetzel. Die Einsatzkräfte seien aber bis in die frühen Morgenstunden mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt gewesen. Die Kollunder Straße musste teilweise noch gesperrt bleiben.

Ausgangspunkt der Flammen war nach ersten Erkenntnissen der Polizei die kombinierte Lager- und Werkstatthalle im rückwärtigen Bereich des Opel-Autohauses – so wie auf dem Handyfoto von Jennifer Hansen zu sehen. Die Ursache blieb auch am Mittwochvormittag noch unklar. Auch der Autohaus-Mitinhaber Heino Behrens hatte zunächst keine Erklärung. „Der Schaden geht in die Hunderttausende, wenn nicht sogar in die Millionen“, sagte der schockierte Geschäftsführer, nachdem er am Brandort eingetroffen war. Polizeisprecher Wetzel bestätigte am Mittwoch dessen Befürchtungen. „Die Schadenshöhe liegt in etwa bei einer Million Euro.“

Probleme bereitete ihnen neben einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach auch das Farben-Lager der Firma. Menschen wurden nicht verletzt.

Ein Mitarbeiter des Autohauses arbeitete am Schreibtisch, als das Feuer ausbrach: „Ich habe den Rauch gesehen, dann sind wir alle aus dem Büro raus.“ Als die Kameraden der Feuerwehren aus Rendsburg, Büdelsdorf, Fockbek, Alt Duvenstedt und Schacht-Audorf schon im hinteren Bereich des Komplexes löschten, brachten Fräter-Mitarbeiter im zur Alten Kieler Landstraße hin gelegenen Verkaufsraum dutzende Neuwagen in Sicherheit. Zwei Autos mussten sie zurücklassen. Eine Brandschutzwand rettete diesen Bereich des Gebäudes vor dem Übergriff der Flammen, nur das Dach wurde beschädigt.

Während des Einsatzes waren immer wieder Explosionen zu hören. Fenster barsten, und auch die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wurde ein Raub der Flammen. In der Werkstatt brannten mehrere Fahrzeuge aus. Ein Farbenlager bereitete den rund 200 Löschkräften Probleme, weil es sich zunächst nicht löschen ließ. Laut Feuerwehrsprecher Jürgen Beyer war der Brand um 18.45 Uhr unter Kontrolle.

Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast traf gegen 17.30 Uhr vor Ort ein. Er hatte Gelegenheit, mit den Eigentümern des Autohauses zu sprechen: „Sie standen unter Schock und er herrschte tiefe Betroffenheit. Alle sind glücklich, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind.“

Probleme bereiteten laut Wetzel teilweise Schaulustige. Als die Feuerwehr mehr Platz für die Löscharbeiten brauchte, sei es „schwierig gewesen, für Verständnis zu sorgen“, so der Polizeisprecher.

shz.de-Leser Tim Lukas Klein machte Videoaufnahmen mit seinem Handy.

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erstellt am 04.Feb.2014 | 17:01 Uhr

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