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Deutsche Staatsbürgerschaft : Zeremonie mit Hymne und Gelöbnis

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

33 Einwohner nehmen an der Einbürgerungsfeier des Kreises teil. Oft gibt der Nachwuchs den Ausschlag für die neue Staatsangehörigkeit.

In einer feierlichen Zeremonie haben 33 Einwohner des Kreises Rendsburg-Eckernförde die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Bei der Feier im Sitzungssaal des Kreistages überreichte ihnen Dr. Thilo Rohlfs als Stellvertreter des Landrates die Einbürgerungsurkunden. Vorher hatten alle gemeinsam ihr Gelöbnis auf das Grundgesetz gesprochen. Zum Abschluss wurde die Nationalhymne gespielt.

„Diese Einbürgerung wird eine wesentliche Veränderung in Ihrem Leben sein. Sie werden sich diese Entscheidung nicht einfach gemacht haben“, sagte Thilo Rohlfs zu den „ausländischen Mitbürgern“, wie er sich ausdrückte. „Eine Entscheidung, die grundsätzlich mit dem Verlust Ihrer bisherigen Staatsangehörigkeit verbunden ist.“ Die 33 Neubürger gehörten vor der Übergabe der Urkunden 13 verschiedenen Nationen an. Sie kamen ursprünglich aus der Türkei, Kasachstan, Kosovo, Polen, den Niederlanden, der Ukraine, der Demokratischen Republik Kongo, dem Irak, Kroatien, Pakistan, Schweden, Großbritannien, Tunesien und Thailand.

Mit dieser Vielfalt bereichere jeder der neuen Staatsbürger sein neues Land, so Rohlfs. Er bat: „Unterstützen Sie uns bei der Integration unserer ausländischen Mitbürger.“

Viele der 33 Neubürger leben schon lange in einer der Gemeinden des Kreises. Muhammad und Zarin Asif etwa sind schon vor 15 Jahren aus Pakistan gekommen und leben heute in Eckernförde. Dennoch war es für sie ein besonderer Tag. Sie hatten ihre Kinder Zoha (3) und Abdullah (1) mit ins Kreishaus gebracht. „Unsere Wurzeln sind inzwischen so fest hier, dass wir uns für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden haben“, sagte der Taxifahrer Muhammad Asif. Das Paar fühlt sich inzwischen heimisch, besonders durch die Geburt seiner Kinder in Deutschland.

Auch bei Zafar Zahid (43) und seiner Frau Sehziae (33) war es der Nachwuchs, der den Ausschlag für die Staatsbürgerschaft gegeben hat. Zafar ist bereits 1996 aus Pakistan gekommen. Dem Paar gefällt es gut in Altenholz-Stift. Doch es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb sich beide dagegen entschieden haben, jemals wieder nach Pakistan zurückzukehren: „Wir gehören der Ahmadya-Muslim-Gruppe an. Das ist eine Minderheit in Pakistan und wird verfolgt“, erklärt Zafar Zahid. Sie können sich dort nicht sicher fühlen, selbst der Staat biete ihnen keinen Schutz. Im Gegenteil, selbst vor der Polizei müssen sie Angst haben. Inzwischen sei der größte Teil der Familie nach Deutschland gekommen und sei im ganzen Land verteilt.

Die 33 neuen Staatsbürger der Feier gestern im Kreistagssaal sind jedoch nicht alle, die im vergangenen Jahr eingebürgert wurden. Insgesamt waren es 147. Davon der größte Teil aus der Türkei mit 27 Prozent. Acht Prozent kamen aus Ländern der Russischen Föderation und sieben Prozent aus der Republik Kosovo.

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erstellt am 25.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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