100 Jahre Eisenbahnhochbrücke : Zeitzeugen aus Papier in neun Archivkartons

'Schatz zur rechten Zeit': Pierre Gilgenast, Jürgen Ostwald, Ingo Flemming und Martin Westphal (v.  li.). Foto: Haller
"Schatz zur rechten Zeit": Pierre Gilgenast, Jürgen Ostwald, Ingo Flemming und Martin Westphal (v. li.). Foto: Haller

Fielmann AG übergab Nachlass von Friedrich Voss an die Museen im Kulturzentrum

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27. April 2013, 08:19 Uhr

Rendsburg | Für Bürgermeister Pierre Gilgenast ist die Sammlung "ein weiterer Schatz zur richtigen Zeit". Der von der Fielmann AG erworbene Nachlass des Erbauers der Eisenbahnhochbrücke, Friedrich Voss, wurde gestern in den Museen im Kulturzentrum durch den Leiter der Rendsburger Fielmann-Filiale, Ingo Flemming, offiziell an Dr. Martin Westphal übergeben. An dem Museumsleiter ist es jetzt, das Material zu sichten und für eine Ausstellung im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Wahrzeichens aufzubereiten (wir berichteten).

Den Kontakt zwischen der Enkelin von Voss, Dorothea Ehrich, und Westphal hatte der Fielmann-Kunstbeauftragte Jürgen Ostwald hergestellt. Nach seinen Angaben werden von dem Unternehmen rund 100 der 280 Museen in Schleswig-Holstein gefördert.

Zu den Errungenschaften gehören unter anderem die Theodor-Storm-Bibliothek, die sich heute im Storm-Haus in Husum befindet, und Silbergeschirr aus der Zeit um 1600, das dem Museum in Meldorf gestiftet wurde. Das Rendsburger Museum war zuletzt 2012 mit 113 Fotos von Theodor Möller aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschenkt worden.

Den jüngsten mit 2800 Euro verhältnismäßig preiswerten Schatz des "Brückenverrückten" Voss hatte Martin Westphal in zwei Umzugskartons aus Kiel geholt. Jetzt hat er die Auswahl unter all den Zeichnungen, Plänen und Fotos der Rendsburger Jubilarin und anderer Brücken, unter Zeugnissen, Urkunden und Geschäftsunterlagen zu treffen. In neun Archivkartons warten die Zeitzeugen aus Papier darauf, ans Licht der Öffentlichkeit gebracht zu werden.

Den Umfang der vom 7. September bis 6. Oktober geplanten Ausstellung - sie soll anschließend in die Dauerpräsentation übergehen - kann Westphal noch nicht skizzieren. Ein Wunsch wurde ihm übrigens nicht erfüllt: Die Hochbrücke aus dem Deutschen Museum in München zum Jubiläum "nach Hause zu holen", war technisch nicht machbar.

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