zur Navigation springen

Jubiläum des kulturzentrums : Zeitreise durch die Museumsgeschichte

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Seit 25 Jahren gibt es das Kulturzentrum in Rendsburg. Zu diesem Anlass zeigt das Museum eine ganz besondere Ausstellung.

Die erste Sonderausstellung im Rendsburger Stadtmuseum gab es im Dezember 1990. Nur zwölf Tage lang wurden die Holz- und Linolschnitte des Elmshorner Künstlers Barlach Heuer gezeigt. „Bei dem Gedanken an die kurzen Öffnungszeiten von damals kommen mir heute die Tränen“, sagt Museumsleiter Martin Westphal. Er betrachtet das schlichte Plakat seiner ersten Ausstellung in Rendsburg. Es ist nur eines von 150 Exemplaren, das anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kulturzentrums im Museum gezeigt wird. Noch bis Mitte November können die Besucher ein Bild davon bekommen, welche Vielfalt an Kunst in ihrer Stadt präsentiert wurde.

Chronologisch sind die verschiedenen Plakate aneinander gereiht und nehmen den Besucher mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Museums im Kulturzentrum. Zu jedem einzelnen Exemplar kann der Museumsleiter eine Geschichte erzählen. Zum Beispiel zu dem von Joseph Beuys: „Es gibt keinen Künstler, der so sehr polarisiert wie er“, sagt Westphal. Die Ausstellung im Februar/März 1993 ist die mit den meisten Besuchern in der Geschichte des Museums, erinnert er sich. Auch vor dem Bild Johannes Gutenbergs bleibt er stehen. „Fragmente der Gutenbergbibel wurden in Rendsburg gefunden. Die Marienkirche hat sie damals für Millionen verkauft und kann heute noch von dem Geld die Sanierungsarbeiten bezahlen.“ Die Ausstellung „Fragmente der Gutenberg-Bibel“ gehörte ebenfalls zu den Kassenschlagern.

Besonders beliebt seien in der Vergangenheit auch immer alte Fotos der Stadt gewesen. Doch zu Westphals Lieblingsausstellung gehört auf jeden Fall die zur Fußball-WM im Jahre 2002 in Japan. „Ich hatte die Wahl: Entweder vier Wochen Urlaub nehmen, damit ich die Spiele zu den frühen Uhrzeiten gucken kann, oder eine Ausstellung machen, in der ich die Spiele zeige.“ Er entschied sich für Letzteres und ließ Trikots von der Decke baumeln, während er sich mit Schülern und Lehrern des Helene-Lange-Gymnasiums die Deutschland-Spiele am Morgen anschaute.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen