Museumsobjekt des Monats : Zehn Buntstifte in einer Blechdose: Mal-Utensil ist 90 Jahre alt

Die Dose aus Blech enthält zehn Buntstifte.
Die Dose aus Blech enthält zehn Buntstifte.

Museen im Kulturzentrum präsentieren ein Behältnis von der Firma A. W. Faber, heute noch unter Faber-Castell weltbekannt.

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30. Juli 2020, 08:40 Uhr

Rendsburg | Das Historische Museum Rendsburg ist seit wenigen Tagen wieder geöffnet. Landeszeitung und die Museen im Kulturzentrum präsentieren deshalb wieder einmal im Monat ausgefallene oder interessante Objekte aus dem Bestand der Sammlung.

Beim „Objekt des Monats“ August handelt es sich um eine Buntstifte-Dose. Das Behältnis enthält zehn verschiedenfarbige Buntstifte und stammt von der Firma A. W. Faber, die auch heute noch unter dem Namen Faber-Castell weltbekannt ist.

Geschichte des Buntstiftes begann im 19. Jahrhundert

Nach den Sommerferien geht es für viele Familien mit Kindern wieder daran, Schreibutensilien für das neue Schuljahr zu kaufen. Buntstifte gehören hierbei zur Grundausstattung. Die Geschichte des Buntstiftes begann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie ist eng mit der Produktion holzgefasster Bleistifte verbunden. 1834 verkündete der Nürnberger Johann Sebastian Staedler die Entwicklung des Buntstiftes. Die von ihm gegründete Firma Staedler ist, genau wie die Firma Faber-Castell, immer noch einer der führenden Hersteller von Bleistiften und Radierern.

Ursprünglich Malwerkzeug für Künstler

Im Laufe der Jahre wurden die Buntstifte ständig weiterentwickelt. Schon ab 1887 gab es 48 verschiedene Farbvariationen. Ihre herkömmlich runde Form wurde zumeist zu eine sechs- oder dreieckigen Form umgewandelt. Ursprünglich wurde der Buntstift als Malwerkzeug für Künstler erfunden. Mittlerweile ist er jedoch ein beliebtes Malutensil für jedermann geworden.

Das Objekt des Monats ist aus Blech, hat die Maße 11,8 mal 5 mal 1,9 Zentimeter und stammt aus den Dreißiger-Jahren. Auf ihm ist sowohl der Name der Firma „A. W. Faber“ als auch „Pestalozzi“ abgebildet. Inventarnummer im Museum: 8602.

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