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Obereider : Yachten gehen in den Winterschlaf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Regatta-Verein Rendsburg ließ am Wochenende 20 Boote per Kran an Land heben.

Der Herbst ist da. Die Wassersportler beenden ihre Saison. Am Sonnabend herrschte reges Treiben im Yachthafen des Regatta-Vereins Rendsburg (RVR) an der Obereider. Mit einem Mobilkran ließen die Mitglieder 20 Motor- und Segelyachten aus dem Wasser heben und auf Böcke an Land setzen.

„Vier Mann auf das Boot!“, dirigierte Hafenmeister Jochen Pahl seine Helfer. Sie brachten die Gurte an einer Yacht in die richtige Position. Danach gab Pahl dem Kranführer der Owschlager Firma „D. D. Joost“ das Zeichen zum Anheben. Dieser setzte das Motorboot auf einen Bock auf dem Parkplatz des Regattavereins ab. Dort bleiben die Boote während der Wintermonate liegen.

Und schon war die nächste Yacht an der Reihe. Gurte anlegen, anheben, absetzen – Zeit ist Geld. „Die Eigner, die ihr Boot an Land holen lassen, zahlen dafür je nach Zeitaufwand zwischen 30 und 150 Euro“, erläuterte die Hafenmeisterin Silke Bothmann. „Wer alles gut vorbereitet hat, spart Geld.“

Teurer wurde es für einen Skipper, der sein Kunststoffsegelboot nicht zwischen zwei Stahlschiffen lagern wollte. Er befürchtete, dass beim Abschleifen der Stahlyachten sein Boot in Mitleidenschaft gezogen würde. Sein Segler wurde noch einmal an den Kranhaken genommen und versetzt.

Auch das Segelschiff „Team acht“ des Vereins „Schülersegeln Schleswig-Holstein“ kam aus dem Wasser. Das Boot wird von der Segel-AG der Freien Waldorfschule Rendsburg genutzt. Werklehrer Manfred Roers segelt einmal wöchentlich mit drei Gruppen auf der Obereider. „Wir waren auch schon auf der Kieler Woche und in der Flensburger Förde“, berichtete Roers. Als die „Team acht“ auf dem Trailer verzurrt war, wies er seine Segelschüler Jakob Linnenbrink (14) und Éowyn Nielsen (13) an, mit Messern die Seepocken von Ruderblatt und Schwert des Boots abzukratzen. „Wenn die Seepocken erst angetrocknet sind, bekommt man sie nur noch schwer ab“, erläuterte er.

Norbert Wald inspizierte derweil den Außenborder des Marinekutters „Ekke Nekkepenn“, der für Fahrten der Jugendabteilung genutzt wird. Auch im Seniorenprogramm der Stadt Rendsburg wird der Kutter aus der ehemaligen DDR für Segeltörns eingesetzt.

Nach knapp vier Stunden war der Parkplatz des Regattavereins voller Boote. Etwa sechzig Schiffe bleiben während des Winters im Wasser. „Wir haben an zwei Stegen Sprudelleitungen verlegt, durch die das Wasser in Bewegung bleibt“, erklärte Silke Bothmann. „Dadurch wird verhindert, dass sich Eis an den Schiffen bildet.“

Mit der Sommersaison war die Hafenmeisterin trotz Regens und stürmischen Winden zufrieden. „5000 bis 6000 Schiffe, das sind gute Zahlen. Wir hatten keine Einbußen.“ Immerhin kämen mit den Booten etwa 15  000 bis 20  000 Touristen in die Stadt.

> www.regatta-verein-rendsburg.de

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