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Kanalimbiss Sehestedt : Wurst und Ausblick sind geblieben

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Direkt am Nord-Ostsee-Kanal entsteht ein Markttreff. Die Bauarbeiten sind gut im Zeitplan. Aber der Wohnmobilstellplatz ist daher zur Zeit geschlossen. Die „Wurst mit Panoramablick“ wird direkt am Kanal serviert.

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erstellt am 04.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Wer den Ort anfährt, wird gewarnt – egal, ob er von Norden oder Süden kommt: „Der Parkplatz am Kanal ist gesperrt“. Das ist die schlechte Nachricht. Nicht nur Autofahrer müssen ausweichen, auch die Wohnmobilfahrer können in diesem Sommer in Sehestedt nicht an der Wasserstraße nächtigen. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: „Imbiss geöffnet“.

Es ist ein kleiner Wagen, der direkt am Bauzaun auf der Nordseite steht, während auf dem bisherigen Imbissgelände oberhalb des Kanals ein Markttreff einschließlich neuer Räume für die Gastronomie entsteht (wir berichteten). Dafür müssen die Freunde der „Wurst mit Panoramablick“ genau wie alle anderen Sehestedt-Besucher in dieser Saison einige Einschränkungen in Kauf nehmen. Aber: „Wir liegen gut im Zeitplan!“, freut sich Bürgermeisterin Rita Koop.

Voraussichtlich am 14. Mai wird bereits die Sohle für das neue Gebäude geschüttet. Unermüdlich rollen Bagger und Laster über das Gelände, das darum abgesperrt ist. Fußgänger und Radfahrer können direkt am Kanal die Absperrung umgehen und so auf den Kanal-Weg Richtung Rendsburg gelangen. „Die Gemeinde hat beschlossen, dass auf allen freien Parkplätzen Autos und Wohnmobile stehen können“, erklärt Rita Koop weiter. Allerdings: Wenn Wohnmobilisten im Ortsgebiet die Campingstühle auspacken oder den Grill aufstellen, wird eingeschritten.

Nach wie vor willkommen sind auch die Motorradfahrer, für die der Imbiss am Kanal ein beliebter Anlaufpunkt ist. Bereits am vergangenen Wochenende sorgte der Sonnenschein dafür, dass alle Stühle direkt neben dem Behelfsanleger besetzt waren. Diszipliniert stellen sie ihre Maschinen neben dem Imbisswagen ab, so dass noch Platz für Baustellen- oder Rettungsfahrzeuge bleibt. Auch andere Stammgäste bleiben dem Kult-Imbiss treu. Etliche Spaziergänger, oder Sehestedter wie Joachim Zech, der gemeinsam mit seinem Nachbarn zum Kaffeetrinken kommt. „Hier treffe ich immer irgendwelche Leute“, sagt er und ist sich sicher, dass die neue Anlage ein Schmuckstück werden wird.

„Die Besucher freuen sich riesig, dass der Anlaufpunkt erhalten geblieben ist“, berichtet Imbiss-Wirt Holger Petersen. Während der Wintermonate hat er gemeinsam mit Sebastian Knispel einen Bau- und einen Getränkewagen hergerichtet. „Es ist meine 16. Saison“, sagt Petersen. Und es ist ein Schritt zurück zu den Wurzeln, denn mit einem Wagen direkt am Kanal hat er vor 15 Jahren angefangen. „Das Angebot haben wir ein bisschen abgespeckt“, erklärt er. Lediglich drei Gerichte fehlen auf der Karte, weil ihre Zubereitung zu viel Platz in Anspruch nimmt. Und serviert wird auf Papptellern, dazu gibt’s Plastikbesteck. Er hat kein fließend Wasser zur Verfügung. Wer ein dringendes Bedürfnis verspürt, dem steht ein Toilettenwagen am Fähranleger zur Verfügung. Denn vom Kanal aus ist der Weg in den Freizeitpark abgeschnitten. Der Park selbst ist geöffnet, betont die Bürgermeisterin, Fußballplatz und Spielgeräte können genutzt werden. Hier grillen viele Familien, Schulen oder Firmen feiern auf dem Gelände. Zahlen müssen sie dafür übrigens nicht – sich lediglich bei der Bürgermeisterin anmelden. Parken können sie in der Straße „Kanalblick“, von wo aus ein Fußweg zum Freizeitpark führt.

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