Hohenwestedt : Wo wurden Geschenke gekauft?

Presseordner werden gesichtet: Udo Lüthje, Klaus Pukropski, Prof. Dr. Hans Cordts, Projektgruppenleiter Norbert Schildbach und Richard Sierck (v.l.) machen sich an die Arbeit.
Presseordner werden gesichtet: Udo Lüthje, Klaus Pukropski, Prof. Dr. Hans Cordts, Projektgruppenleiter Norbert Schildbach und Richard Sierck (v.l.) machen sich an die Arbeit.

Der Chronik-Arbeitskreis arbeitet die Geschichte seit 1986 in Hohenwestedt auf. Präsentiert wird das neue Werk zur 800-Jahr-Feier der Gemeinde im Jahr 2017.

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22. März 2014, 17:00 Uhr

Die Gliederung ist konzipiert, die Einleitung geschrieben, und nun wird fleißig Material gesammelt: Die Chronik-Projektgruppe des Museumsvereins arbeitet mit großem Engagement an der Verwirklichung ihres ehrgeizigen Ziels. „30 Jahre Hohenwestedt“ lautet der Arbeitstitel der Chronik-Fortschreibung, die 2016 fertig werden soll, damit sie bei der 800-Jahr-Feier der Gemeinde Hohenwestedt im Februar 2017 vorgestellt werden kann.

„Zu Beginn des Jahres 2013 beschlossen die Gemeinde und der Museumsverein Hohenwestedt, die 1994 von Felicitas Glade vorgelegte Chronik (von den Anfängen bis 1994) bis 2016 fortzuschreiben, um diese zur 800-Jahr-Feier der Gemeinde zu präsentieren“, beginnt die Einleitung zur neuen Chronik, die Hellmuth Allais bereits komplett ausformuliert hat: „Wir wollen die Jahre 1986 bis 2016 genauer betrachten. Erinnerung fällt aufgrund ständig auf uns einströmender Eindrücke und Ereignisse immer schwerer. Aber Erinnerung ist wichtig, weil sie uns Hinweise für zukünftige Entwicklungen gibt.“ Sozusagen aus der Zukunft der Jahre 2016/17 blickt Allais in seiner Einleitung zurück auf all die Arbeit, mit denen er und seiner Mitstreiter es nun im Jahre 2014 zu tun haben: „Zeitzeugen wurden interviewt, Archivmaterial, Fotodokumente, Zeitungsartikel und andere Dokumente wurden gesichtet.“

Von einem Interviewtermin bei Amtsdirektor Stefan Landt haben die ehrenamtlichen Chronisten zum Beispiel gerade vier dicke Ordner mit Zeitungsausschnitten mitgebracht, die von 1998 bis 2013 von der Verwaltung gesammelt wurden. 1986 wurde als Startpunkt für die neue Chronik gewählt, weil es in diesem Jahr drei bedeutsame kommunalpolitische Ereignisse gab: Gemeinde Hohenwestedt und Amt Hohenwestedt-Land schlossen einen Vertrag zum Bau eines gemeinsamen Rathauses, Bürgermeister Fahrenkrug trat seine zweite Amtszeit an, und die CDU verlor ihre absolute Mehrheit in der Gemeindevertretung.

Nach Vorwort, Grußworten und Einleitung folgt Kapitel 2, das sich dem Jahr 1986 widmen und anschaulich beschreiben soll, wie sich das „Leben in Hohenwestedt“ (so der Kapiteltitel) damals darstellte. Beim jüngsten Treffen der Chronik-Werkstattstarteten die Chronikschreiber Norbert Schildbach und Hellmuth Allais ein allgemeines Brainstorming zum Thema „Einkaufen in Hohenwestedt im Jahre 1986“. Was für eine überaus angeregte Diskussion sorgte. „Wie viele Schlachter gab es? Wo wurden Geschenke gekauft, wo Lebensmittel? Was für Textilgeschäfte gab es, was für Elektroläden, wie viele Apotheken?“, fragte Schildbach, und die Werkstattteilnehmer stellten ihre Ortskenntnisse unter Beweis.

Beim nächsten Werkstatt-Treffen am 24. Juni (18.30 Uhr, VHS) soll das „Leben in Hohenwestedt im Jahre 1986“ noch systematischer erforscht werden, indem Arbeitsgruppen zu den Themen „Einkaufen“, „Arbeiten“, „Schulen“, „Freizeit“ und „Behördengänge“ gebildet werden. Das 1986-Kapitel soll 20 Seiten lang, die ganze Chronik rund 200 Seiten dick werden. Schildbach erläuterte seinen Zeitplan für die nächsten drei Jahre: „2014 sammeln wir Material, 2015 schreiben wir die Texte, 2016 geht es an die Fotoauswahl und ans Layout, und dann wollen wir unsere Chronik im Februar 2017 präsentieren.“

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